Lexikon: Sachsenpfennig
- Helmut Kahnt
- vor 10 Stunden
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Auch Randpfennig, Hochrandpfennig, Wendenpfennig: Pfennig des 10. und 11. Jh. mit angestauchtem Rand, der im östlichen Sachsen geprägt wurde.

Sachsen- oder Hochrandpfennige in der Gestalt von
Balkenkreuz-, Holzkirchen-, Kleeblattkreuz- und Krummstabpfennigen
Bildquelle: Wikimedia, Weners
Für diese zunächst als Wendenpfennige bezeichneten Münzen führte Menadier den Namen Sachsenpfennig ein. Das Gepräge der älteren, größeren Typen ohne Namen zeigt einen Tempel und lehnt sich an die karolingischen Münzen Ludwigs des Frommen (814 – 840) an. Die Sachsenpfennige mit der Aufschrift OTTO oder ODDO im Portal einer Kirche sind unter Otto I. (936 – 973) und Otto III. (983 –1002) entstanden. Kleinere Typen wurden im 11. Jh. geschlagen; Gepräge: meist stilisierte Kirche sowie Kreuz, Krummstab und andere christliche Symbole. Mit Namen versehene Stücke stammen von Bischof Eberhard von Naumburg (1045 –1078), mit WALHUSE bezeichnete aus der Münzstätte Wallhausen.
Aus: Helmut Kahnt - Das große Münzlexikon von A bis Z (Regenstauf 2005)




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