Lexikon: Friedrich d’or
- Helmut Kahnt
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1. Goldmünze Preußens, die als Pistole (= 5 Taler in Gold) in größerer Stückzahl 1740 bis 1855 geprägt
wurde. Friedrich II. (1740 –1786) versuchte mit ihr, Einfluß auf den Ostseehandel zu gewinnen, um dort niederländische Interessen zu verdrängen. Der Plan mißlang, da Preußen das eigene Produktionsvolumen gegenüber der Handelsmacht der Niederlande überschätzte. Die schon unter Friedrich Wilhelm I. (1713 bis 1740) begonnene geringe Ausprägung einfacher und doppelter Pistolen wurde unter Friedrich II. mit halben, ganzen und doppelten Friedrich d’or fortgesetzt. Mitte des 19. Jh. wurde die Prägung der preußischen Pistolen fast eingestellt und eine reine Silberwährung eingeführt, Feingewicht des Friedrich d’or anfangs 6,055 g Gold, ab 1770 dann 6,032 g Gold. Gepräge: unter-
schiedlich, jedoch Vorderseite stets Kopf des Königs, Rückseite Adler auf Waffen; seit 1825 gleichbleibende Motive, nunmehr im Empirestil.

Friedrich d’or (Preußen, Friedrich II., 903er Gold, 6,7 Gramm, 23,5 Gramm)
Bildquelle: Numista, Heritage Auctions
2. Sternpistole, auch Friedrich d’or genannt: goldenes 5-Taler-Stück (Pistole) von Hessen-Kassel aus der Regierungszeit des Landgrafen Friedrich II. (1760 –1785) mit dem Ordensstern des Hausordens vom Goldenen Löwen auf der Rückseite. Von der Sternpistole gibt es die Prägejahre 1771, 1777, 1778, 1783 und 1786.
Aus: Helmut Kahnt - Das große Münzlexikon von A bis Z (Regenstauf 2005)




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