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Österreicher im Garten: Eine fantastische Reise in die Welt der Fabelwesen

Zu Jahresbeginn erschien der Hippokamp als zweite Ausgabe der österreichischen Drei-Euro-Münzserie Fantastische Fabelwesen. In kurzen Abständen werden noch in diesem Jahr Die Elfe, Der Basilisk und Das Einhorn erscheinen. Wenn die Serie im Jahr 2028 vollständig ist, wird sie aus zwölf Motive bestehen. Dazu gibt es ein Sammelalbum, in dem der Kinderbuchautor Thomas Brezina rund um die Münzen eine spannende und geheimnisvolle Erzählung präsentiert. Im österreichischen Magazin Die Münze hat Brezina das Projekt vorgestellt: Für mich selbst hat sich das Schreiben dieses Buches angefühlt wie eine richtige Forschungsreise. Ich war wie ein Entdecker in früheren Zeiten: mit Tropenhelm, zerdrücktem Lederkoffer voller Aufkleber und Notizen, unterwegs in eine Welt der Geheimnisse. Jede Figur, jeder Ort war für mich eine Überraschung. Ich habe beim Schreiben nicht bloß erfunden - ich habe erlebt.


Thomas Brezina bei einer Buchpräsentation im Oktober 2025

Bildquelle: Wikimedia, Pertl


Die Geschichte beginnt mit Violetta und Iggy, Zwillingen aus einer sehr ordentlichen, beinahe spießigen Familie. Die Eltern ahnen nicht, dass ihre Kinder auf Abenteuerreise gehen: Von Anfang an war ich als Erzähler auf der Seite der beiden: neugierig, gespannt voller Lust am Endecken. Genau das wünsche ich auch allen Leserinnen und Lesern: immer tiefer in diese Welt einzutauchen, Seite um Seite, Münze um Münze. Die Münzen sind also eingebettet in eine Geschichte. Umgekehrt lässt das Buch, in dem Brezina die Geschichte der Fabelwesen erzählt, mit Hochspannung auf jede neue Münzen warten. Im Herbst 2025 erschien als erstes Motiv Der Troll, ein Wächter an der Schwelle zu einer neuen Welt. Der Münzdesignerin Rebecca Wilding erschien es passend, ihn eine alte Brücke bewachen zu lassen.


Sammelalbum Im Garten der Fantastischen Fabelwesen mit Tattoos

Bildquelle: Münze Österreich


Am 28. Januar 2026 folgte der Hippokamp, ein Fabelwesen, halb Pferd, halb Fisch. Das stolze, einsame Wesen zeigt, dass Andersartigkeit keine Schwäche ist, sondern eine Bereicherung sein kann. Auf der Münze bäumt sich ein fabig bedruckter Hippokamp auf, ein weißes Pferd mit bläulich schimmerndem Fischschwanz, umgeben von Seegras und Korallen. Links unten sind ein mit Goldfarbe bedrucktes Ornament und eine Krone zu sehen. Das goldene Band am Rand, ebenfalls mit Goldfarbe bedruckt, ist an dieser Stelle unterbrochen. Die Wertseite zeigt einen Schlüssel mit einem reich verzierten Griff, in den der Buchstabe F für Fabelwesen eingearbeitet ist. Im Hintergrund ist, im Stil eines Scherenschnitts, eine Sonne dargestellt - vertieft in einem kreisrunden Relief mit leichter Struktur. Die am Rand und ringsum funkelnden Sterne sowie die unregelmäßig gestalteten Buchstaben wirken wie verzaubert.


Fantastische Fabelwesen (3 Euro, Österreich, 2025-2028, CuNi 25, 16 Gramm, 34 mm)

Bildquelle: Münze Österreich


Im zweiten Quartal 2026 folgt mit dem Phönix das dritte Motiv der Serie. Für Thomas Brezina vermittelt er eine wichtige Tugend: Am stärksten berührt hat mich der Phönix. Er trägt die Botschaft in sich, dass wir immer wieder neu beginnen können. Dass aus der Asche etwas Neues entsteht. Dass Scheitern nicht das Ende ist, sondern eine Verwandlung. Für mich ist das eine Botschaft, die wir heute mehr denn je brauchen. Darum sehe ich im Phönix fast so etwas wie ein Leitwesen des ganzen Projekts. Das Buch kostet 22 Euro, jede Münze 16,80 Euro. Die Auflage der Münzen liegt bei 65.000 Stück. Im Schein einer UV-Lampe erwachen sie in einer ähnlichen Weise zum Leben wie es zuvor schon bei den Leuchtenden Meereswelten war: Die Farben des Fabelwesens leuchten intensiv auf und verändern sich. Auch der Namenszug des Wesens tritt farbig leuchtend hervor. Die UV-Lampe gibt es für 9,90 Uhr.


Dietmar Kreutzer


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