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  • M.Thiel

Paul-Gerhard Fenzlein: Nürnberger Münzen und Medaillen von 1050 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts


Paul-Gerhard Fenzlein: Nürnberger Münzen und Medaillen von 1050 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Nürnberg 2020, 450 Seiten, durchgängig farbig bebildert, Format: 21 x 29,5 cm, Festeinband, ISBN: 978-3-98-14812-3-5, Preis: 150,00 Euro.


In Händlerlisten und Auktionskatalogen werden die Nürnberger Münzen allgemein nach Kellner, Süddeutsche Münzkataloge, Band 1, „Die Münzen der Reichsstadt Nürnberg” (Stuttgart 1991), zitiert. Da im Katalog Kellner die Nürnberger Münzen erst ab 1429 gelistet sind, erfolgt(e) die Zitierung der Nürnberger Prägungen des Hoch- und Spätmittelalters nach der Sammlung Erlanger und von Schrötter. Der hier anzuzeigende Katalog kann nun für sich in Anspruch nehmen, alle Nürnberger Münzen in einem Band zu vereinen. Darüber hinaus werden wichtige Nürnberger Medaillen innerhalb der einzelnen Kapitel vorgestellt (abgebildet und beschrieben) sowie in einem separaten Kapitel als Auswahl Nürnberger Medaillen des 19. und 20. Jahrhunderts zusammengefasst.


Nach einem Kapitel „Nürnberger Kleinmünzen – Kreuzer, Dreier und Pfennige” folgen das spezielle Nürnberger Steuer- und Abgabengeld sowie sonstige Zeichen und Marken. Den Abschluss bilden ausgewählte Nürnberger Rechenpfennige mit einer Liste der Rechenpfennigschlager, eine Liste der Typen der Sigismund-, Sebaldus- und Laurentius-Goldgulden sowie Listen der Nürnberger Münzmeister, Stempelschneider, Medailleure und Münzwardeine bzw. Pfandinhaber sowie Münzberechtigte an der Nürnberger (Reichs-)Münzstätte.


Der Katalog ist üppig und in sehr guter Qualität bebildert. Bei jeder Nummer sind die Konkordanzen zu Kellner, Imhof und der Sammlung Erlanger angegeben. Der Verfasser hat natürlich die entsprechende Nürnberg-Literatur ausgewertet. Bei der Fülle der klippenförmigen Abschläge und Goldabschlägen bleiben dennoch Lücken bestehen. So kannte der Verfasser die von Thomas Gradl in money trend, Ausgabe 12/1991, Seite 93, zusammengestellte Liste von Abschlägen offensichtlich nicht. Auch der Goldabschlag vom Pfennig-Stempel 1568 (Peus-Auktion 370, Nr. 4381) fehlt auf Seite 375 bei der Nr. 555. Das ändert aber nichts daran, daß mit dem anzuzeigenden Buch ein imposantes Nürnberg-Werk vorliegt, auf das Nürnberg-Sammler und der Handel nicht verzichten können.


Das Buch kann beim Verlag Fenzlein, Elsa-Brändström-Straße 33, 90431 Nürnberg, bestellt werden.


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