Heidelberger Münzhandlung: Vorschau zu den Auktionen 93-94
Aus einem alten Händlerlager: Hunderte von Silbermünzen des deutschen Kaiserreichs
Auktion 94 der Heidelberger Münzhandlung vom 10. bis 12. November 2026 wird ein Fest für alle, die deutsches Kaiserreich sammeln. Selten konnten sie aus so vielen Stücken wählen, die seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Markt waren. Und das ist nicht alles. In Auktion 93 offeriert die Heidelberger Münzhandlung vom 9. bis zum 11. November ein buntes Potpourri von Münzen aus aller Welt mit Schwerpunkt Deutschland und vielen Raritäten.
Es gab einmal eine Zeit, als Auktionen die Ausnahme waren; als Händler in ihren Münzhandlungen ein umfangreiches Lager in einem riesigen Tresor aufbewahrten; als ein Sammler einfach mal bei seinem Lieblingshändler vorbeischaute, um bei ihm aus einer Fülle von Münzen ein paar neue Stücke zum Festpreis auszuwählen.
An diese lange vergangene Zeit erinnert uns Auktion 94 der Heidelberger Münzhandlung, die vom 10. bis zum 12. November 2026 durchgeführt wird. Sie trägt den Titel "Altes Händlerlager mit Schwerpunkt Deutsche Münzen ab 1800". Darin enthalten sind Münzen vor allem aus Deutschland mit einem Schwerpunkt auf den Silbermünzen des deutschen Kaiserreichs. Der Sammler kann buchstäblich unter Hunderten von Münzen wählen. Die gesamte Auktion umfasst über 3.100 Münzen, davon stammen über 1.100 Lose - darunter zahlreiche Lots - aus der Epoche des deutschen Kaiserreichs.
Wer den Katalog durchblättert, freut sich an ungegradeten Stücken in zum Teil feinster Erhaltung mit bezaubernder Patina, alle kundenfreundlich geschätzt. Gerade unter den häufigeren Typen entdeckt man wahre Juwelen von herausragender Erhaltung, genau so wie sie aktuell auf dem Markt gesucht sind. All diese Münzen haben seit Jahrzehnten in einem Tresor geschlummert und darauf gewartet, in neue Sammlungen zu kommen.
Versäumen Sie es also nicht, diesen Katalog ausführlich zu studieren, wenn Sie deutsches Kaiserreich sammeln. Es lohnt sich!
Übrigens, auch wenn Sie Römisch-Deutsches Reich sammeln, ist dieser Katalog für Sie interessant.
Nr. 2959 - Anhalt. 5 Mark 1914. Prachtexemplar. Polierte Platte. Startpreis: 600 Euro
Nr. 2966 - Baden. 5 Mark 1875. Fast Stempelglanz. Startpreis: 2.000 Euro
Nr. 3044 - Bayern. 5 Mark 1874. Polierte Platte. Startpreis: 1.250 Euro
Nr. 3114 - Braunschweig. 3 Mark 1915. Polierte Platte. Startpreis: 2.000 Euro
Nr. 3219 - Hessen. 5 Mark 1898. Prachtexemplar! Polierte Platte. Startpreis: 2.500 Euro
Nr. 3297 - Mecklenburg-Schwerin. 2 Mark 1876. Erstabschlag. Feine Patina. Stempelglanz. Startpreis: 3.000 Euro
Nr. 3359 - Oldenburg. 5 Mark 1901. Polierte Platte. Startpreis: 3.000 Euro
Nr. 3708 - Sachsen. 2 Mark-Größe 1905, auf den Münzbesuch des Königs. Fast Stempelglanz. Startpreis: 1.500 Euro
Nr. 3898 - Württemberg. 5 Mark 1888. Polierte Platte. Startpreis: 4.000 Euro
Besonders wenn Sie einen Faible für schöne Patinas haben, dürfen Sie diese Auktion nicht verpassen. Die lange Zeit im Lager hat einem Großteil der Münzen fabelhafte Patinas gegeben.
Nr. 3024 - Baden. 3 Mark 1914. Polierte Platte. Startpreis: 250 Euro
Nr. 3084 - Bayern. 5 Mark 1908. Polierte Platte. Startpreis: 350 Euro
Nr. 3176 - Hamburg. 3 Mark 1913. Polierte Platte. Startpreis: 250 Euro
Nr. 3527 - Preußen. 5 Mark 1913. Polierte Platte. Startpreis: 400 Euro
Auktion 93: Münzen von der Antike bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt Deutschland
Am 11. November beginnt Auktion 94 erst um 11.00 Uhr. Das hat einen guten Grund. Auch Auktion 93 der Heidelberger Münzhandlung mit Münzen aus verschiedenen Sammlungen enthält eine umfangreiche Partie von deutschen Münzen nach 1871, und zwar 1.833 Lose, um genau zu sein, darunter beeindruckende 178 Nummern mit zum Teil großen Lots zu sehr günstigen Preisen.
Nr. 1324 - Mecklenburg-Strelitz. 10 Mark 1905 Sehr selten. Fast Stempelglanz. Startpreis: 9.500 Euro
Nr. 1338 - Schaumburg-Lippe. 20 Mark 1874. Sehr selten. Erstabschlag, fast Stempelglanz. Startpreis: 12.000 Euro
Römisches Gold mit niedrigen Schätzungen
Aber von Anfang an. Wie immer beginnt die Auktion der Heidelberger Münzhandlung mit der Antike. Unter den 240 Losen entdeckt der Kenner einige hübsche römische Goldmünzen mit niedriger Schätzung in ansprechender Erhaltung. Wir präsentieren als Beispiel einen Aureus des Tiberius und einen hübschen Solidus des Valentinianus I. mit Sonderbüste nach links.
Nr. 113 - Tiberius, 14-37. Aureus, Lugdunum. Sehr schön bis vorzüglich. Startpreis: 3.500 Euro
Nr. 208 - Valentinianus I., 364-375. Solidus, Thessalonika. Sehr selten. Vorzüglich. Startpreis: 4.000 Euro
Große Raritäten aus aller Welt
Auch wie immer ist die Abteilung "Münzen aus aller Welt" mit 252 Losen nicht ganz so umfangreich, aber wohl sortiert. Kenner werden überaus seltene Goldmedaillen finden, die darüber hinaus mit ihrer herausragenden Erhaltung bestechen. Ein Beispiel ist eine Goldmedaille, die an den großen Philanthropen William Frederick, 2nd Duke of Gloucester and Edinburgh erinnert. Er war ein Schwiegersohn von König Georg III. und ein vehementer Gegner der Sklaverei. 1812 bot ihm der kinderlose König von Schweden Adoption und damit sein Reich an. Die britische Regierung verbot diese Adoption, so dass Jean-Baptiste Jules Bernadotte die heute noch herrschende Dynastie Schwedens gründete. Zu diesem Zeitpunkt war William bereits Kanzler der Universität von Cambridge. An seine Ernennung erinnert die abgebildete Goldmedaille. Sie zeigt auf der Rückseite den Gott Apollon einen Studenten bekränzend. Das ist nicht unpassend: der neue Kanzler hatte an der Universität von Cambridge studiert.
Nr. 232 – England. George III. Goldmedaille o. J. (1768), von J. Kirk und T. Wyon jun. Auf die Ernennung des Herzogs William Frederik von Gloucester zum Kanzler der Universität Cambridge. Äußerst selten. NGS MS60, fast Stempelglanz. Startpreis: 25.000 Euro
Die Krönung von Charles X.
Eine andere Rarität stammt aus Frankreich. Es handelt sich um eine Goldmedaille, die Charles X. unter den ihm treuen Abgeordneten verteilen ließ. Welcher von ihnen diese Medaille erhielt, wissen wir nicht. Sie wurde nicht graviert. Viele Abgeordnete ließen diese Medaillen später einschmelzen, weshalb sie äußerst selten angeboten werden. Auf ihrer Vorderseite sehen wir Charles X. im prachtvollen Krönungsornat mit Szepter und Hand der Gerechtigkeit, die Krone auf einem mit Lilien geschmückten Podest hinter ihm. Datum - 1825 - und Darstellung erinnern an seine Krönung am 30. Mai 1825 in Reims. Damit knüpfte er bewusst an das Gottesgnadentum seiner Vorfahren an. Dass er sich mit diesem Konzept nicht auf dem Thron halten konnte, sollte sich 1830 erweisen, als ihn eine neue Revolution zur Abdankung zwang. Wir haben mit dieser Medaille also ein historisch bedeutsames Zeugnis vor uns, dass es unmöglich ist, die Zeit zurückzudrehen.
Nr. 266 – Frankreich. Charles X. Goldmedaille 1825, von F. Gayrard. Auf die Krönung von Charles X. Äußerst selten. Kleiner Randfehler und Kratzer, vorzüglich bis Stempelglanz. Taxe: 14.000 Euro
Raritäten aus dem Habsburgerreich
Ganz gleich, ob Sie sich für Ungarn, Böhmen, das österreichische Kernland oder die Standesherren interessieren: Unter den 56 Losen mit Prägungen aus dem Habsburger Reich finden Sie einiges, was in Ihre Sammlung passen könnte, darunter große Raritäten und feinste Erhaltungen.
Nr. 481 - RDR. Ferdinand I. Taler 1559, Prag. Sehr selten. Gutes vorzüglich. Startpreis: 4.500 Euro
Nr. 530 - Standesherren. Nostitz-Rieneck. 1/2 Taler 1719, Nürnberg. Äußerst selten. Vorzüglich. Startpreis: 5.000 Euro
Altdeutschland: Eine große Stärke der Heidelberger Münzhandlung
Natürlich wissen Sie, dass eine der großen Stärken der Heidelberger Münzhandlung Altdeutschland mit seinen unzähligen Münzständen ist. Auch dieses Mal ist mit über 600 Losen, darunter viele seltene Einzelstücke und interessante Serien, für jeden etwas dabei.
Nr. 704 - Bayern. Vereinsdoppeltaler 1867. Äußerst selten. Vorzüglich bis Stempelglanz. Startpreis:
6.000 Euro
Nr. 924 - Nürnberg. Dukat o. J. (1792) auf die Huldigung. Sehr selten. NGC MS63PL. Fast Stempelglanz. Startpreis: 10.000 Euro
Nr. 954 - Oberpfalz. Goldgulden 1506, Neumarkt. Äußerst selten. Sehr schön bis vorzüglich. Startpreis: 7.500 Euro
Nr. 989 - Regensburg. Dukat o. J. Äußerst selten. NGC MS62, vorzüglich bis Stempelglanz. Startpreis: 10.000 Euro
Eine komplette Sammlung bayerischer Geschichtstaler
Eines der historisch spannendsten Sammelgebiete, die die altdeutsche Numismatik kennt, sind die bayerischen Geschichtstaler. Sie sind spannend, weil sie das Geschichtsbild von Ludwig I. und seiner Nachfolger vermitteln. Die Regierungsakten Ludwigs I. zeigen uns, wie konkret sich der König in die Gestaltung dieser Münzen eingemischt hat.
Auktion 93 der Heidelberger Münzhandlung enthält eine komplette Sammlung dieser interessanten Quellengattung. Dazu gehören nicht nur die klassischen Geschichtstaler Ludwigs, sondern auch alle Typen der weit selteneren Geschichtsdoppeltaler seines Sohnes Maximilian II.! Der Katalog enthält sogar die selten angebotenen Medaillen, die unter Luitpold I. als eine Fortsetzung der Serie von Geschichtstalern gedacht waren. Ein Muss für jeden, der sich für dieses Thema interessiert!
Nr. 690 – Bayern. Geschichtsdoppeltaler 1848 "ÜBERGABE DER KRONE". Sehr selten. Vorzüglich.
2.000 Euro
Nr. 694 - Bayern. Geschichtsdoppeltaler 1849 "STANDBILD ORLANDO DI LASSO". Vorzüglich bis Stempelglanz. Startpreis: 2.500 Euro
Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth
Sammeln Sie Brandenburg-Ansbach oder Brandenburg-Bayreuth? Dann können Sie sich auf Auktion 93 freuen, denn Sie werden einige höchst seltene Münzen in dieser Auktion entdecken, von denen Sie schon immer geträumt haben.
Nr. 726 – Brandenburg-Ansbach. Silbermedaille 1729. Auf seine Vermählung mit Friederike Luise von Preußen. Äußerst selten. NGC MS60. Vorzüglich bis Stempelglanz. Startpreis: 12.500 Euro
Nr. 744 - Brandenburg-Bayreuth. Dukat 1659, Nürnberg. Sehr selten. Vorzüglich bis Stempelglanz. Startpreis: 20.000 Euro
Seltene Medaillen der Welfen
Zwei äußerst seltene und perfekte Medaillen der Welfen runden das Angebot an Altdeutschland ab. Bei der einen handelt es sich um eine Preismedaille der Georgia-Augusta-Universität, die andere ließ Georg V. 1898 auf den Geburtstag seiner Gemahlin Marie von Sachsen-Altenburg prägen.

Nr. 827 – Göttingen. Georg III. Goldmedaille zu 25 Dukaten 1785, von E. Burch. Preismedaille der Georgia-Augusta-Universität. NGC MS61, vorzüglich bis Stempelglanz. Startpreis: 25.000 Euro
Nr. 833 - Hannover. Georg V. Goldmedaille zu 23 Dukaten 1898, von H. Jauner. Auf den 81. Geburtstag seiner Gemahlin Marie von Sachsen-Altenburg. Vorzüglich. Startpreis: 14.000 Euro
Sächsische Münzen und Medaillen
Und damit sind wir bei den Wettinern angekommen. Die Heidelberger Münzhandlung kann einige äußerst seltene Münzen der Albertinischen Linie anbieten, darunter eine kleine Serie von äußerst seltenen Prämiendoppeltalern des 19. Jahrhunderts.
Nr. 999 - Sachsen. Friedrich III. "der Weise". Guldengroschen o. J. (1512), Hall. Sehr selten. PCGS XF 40, gutes sehr schön. Startpreis: 6.000 Euro
Nr. 1014 - Sachsen. Prämiendoppeltaler 1847 F. Äußerst selten. Nur 50 Exemplare geprägt! Av. fast Stempelglanz. Rv. vorzüglich bis Stempelglanz. Startpreis: 25.000 Euro
Kleine, aber feine Serie Mainzer Münzen
Beenden wir unsere Auktionsvorschau mit einer kleinen, aber feinen Sammlung von 50 Losen mit Mainzer Münzen und Medaillen, darunter viele seltene und hübsche Dukaten. Sie bezeugen die wechselvolle Geschichte dieses für Deutschland so wichtigen Erzbistums, dessen Erzbischof die Frankfurter Krönungen organisierte.
Nr. 898 - Mainz. Dukat 1795. Vorzüglich bis Stempelglanz. Startpreis: 1.800 Euro.
Alle Münzen, die wir Ihnen in dieser Auktionsvorschau präsentiert haben, zeigen, wie viel man über Geschichte lernen kann, wenn man Münzen sammelt. Die Preise, die diese Münzen erzielen werden, beweisen, dass Münzsammler nicht nur Freude aus ihrem Hobby ziehen, sondern es gleichzeitig als sinnvolle Anlage nutzen können.
Sie können den Katalog zum Schutzpreis von 12,50 Euro beziehen bei der Heidelberger Münzhandlung Herbert Grün, Gaisbergstr. 40, 69115 Heidelberg; Tel: ++49 / 6221 / 65 2970; Fax: ++49 / 6221 / 65 297-29; E-mail: kontakt@hdmhg.de. Selbstverständlich ist der Katalog auch im Internet einsehbar, und zwar bei Sixbid, biddr.com und NumisBids.
Alle Fotos aus diesem Auktionsvorbericht wurden von der Lübke + Wiedemann KG angefertigt.




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