Heidelberger Münzhandlung: Vorschau zur Aktion 92
- Heidelberger Münzhandlung
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Raritäten bei der Heidelberger Münzhandlung: In ihrer 92. Auktion bietet die Heidelberger Münzhandlung ein buntes Spektrum an Münzen aus aller Welt für jeden Geldbeutel, von der Antike bis zur Gegenwart. Highlight sind feinst erhaltene Taler der Hohenzollern, Würzburger Seltenheiten und russische Kabinettstückchen.
Am 12. und 13. Mai 2026 veranstaltet Herbert Grün die 92. Auktion der Heidelberger Münzhandlung. 1.946 Lose aus aller Welt, von der Antike bis zur Gegenwart kommen unter den Hammer. Der Schwerpunkt liegt wie immer auf den deutschen Prägungen, aber auch zahlreiche Raritäten aus anderen Gebieten werden geboten. Besonders hervorzuheben sind einige hoch seltene Stücke aus Russland sowie spannende französische Medaillen.
Achtung Spezialsammler von Kapselgeld: Es wird eine kleine Sammlung dieser seltenen Objekte aufgelöst.
Nr. 178 - Traian, 98-117. Aureus. Gutes sehr schön. Taxe: 5.500 Euro.
Römisches Gold mit niedrigen Schätzungen
Wie immer beginnt die Auktion der Heidelberger Münzhandlung mit antiken Münzen. Unter den 240 Losen findet sich eine kleine Serie römischer Goldmünzen, teilweise mit sehr niedrigen Schätzungen. Wer also noch einen Aureus zur Ergänzung seiner Sammlung sucht, sollte genau hinsehen.
Nr. 274 – Frankreich / Napoleon. Goldmedaille, auf die Vermählung mit Maria Louise von Österreich. Vorzüglich. Taxe: 7.500 Euro
Französische Medaillen
Sehr seltene Goldmedaillen Frankreichs erfreuen das Herz des Sammlers, so eine Gussmedaille der Renaissance, geprägt unter Henri III., 1574-1589. Sie wiegt 42,5 g und zeigt auf der Vorderseite dessen Gemahlin, auf der Rückseite den jungen König selbst, der sich hoch zu Ross ins Feld begibt. 1579, in dem Jahr, in dem man die Herstellung der Medaille vermutet, brach der so genannte Siebte Hugenottenkrieg aus.
Von herausragender Erhaltung sind einige Medaillen Napoleons, darunter ein Stück, das seine Hochzeit mit der Kaisertochter Maria Louise von Österreich im Jahr 1810 thematisiert.
Nr. 321 – Russland. Michael Feodorowitsch, 1613-1645. 4 Dukaten o. J., St. Petersburg. Novodel. Äußerst selten. Vorzüglich bis Stempelglanz. Taxe: 10.000 Euro
Nr. 342 - Russland. Elisabeth I., 1741-1761. 10 Rubel 1757, St. Petersburg. Sehr selten. Fast vorzüglich. Taxe: 20.000 Euro
Nr. 346 - Russland. Katharina II., 1762-1796. 10 Rubel 1763, St. Petersburg. Äußerst selten. Vorzüglich. Taxe: 10.000 Euro
Vor allem die Abteilung russischer Münzen bietet einige ganz besondere Raritäten, so das Novodel eines vierfachen Dukaten des Zaren Michael Feodorowitsch, der 1613 bis 1645 Russland beherrschte. Das Stück in vorzüglich bis Stempelglanz zeigt jedes Detail der Prägung und ist mit 10.000 Euro geschätzt.
Zwei äußerst seltene Jefimoks, überprägt auf einem Taler von Utrecht und einem Taler von Nürnberg zeugen für die russische Knappheit an eigenen Münzen in der frühen Neuzeit.
Zwei Goldmünzen zu 10 Rubel der Herrscherinnen Elisabeth I. und Katharina II. dürften ebenfalls auf großes Interesse stoßen. Beide Stücke sind äußerst selten, und wir dürfen gespannt sein, welche Preise sie erzielen.
Nr. 899 - Brandenburg-Ansbach. Georg Friedrich "der Jüngere", 1692-1703. Taler 1694, Schwabach. Mit Randschrift. Äußerst selten. NGC AU55. Gutes vorzüglich. Taxe: 30.000 Euro
Nr. 950 - Brandenburg-Bayreuth. Christian Ernst, 1655-1712. Taler 1712, Nürnberg, auf den Tod. Prachtexemplar! NGC MS62. Stempelglanz. Taxe: 30.000 Euro
Nr. 951 - Brandenburg-Bayreuth. Georg Wilhelm, 1712-1726. Taler 1712, auf den Regierungsantritt. Äußerst selten. NGC MS64. Stempelglanz. Taxe: 30.000 Euro
Nr. 1264 - Brandenburg-Preußen. Friedrich Wilhelm II., 1786-1797. Albertustaler 1797, Berlin. Sehr selten. Vorzüglich bis Stempelglanz. Taxe: 6.800 Euro
Raritäten der Hohenzollern
Natürlich liegt der Schwerpunkt der Auktion bei der Heidelberger Münzhandlung wie immer auf den deutschen Münzen und Medaillen. Wer sich für die Hohenzollern interessiert, sollte genau hinschauen. Denn unter den Talern aus Brandenburg-Ansbach, Brandenburg-Bayreuth und Brandenburg-Preußen sind etliche Stücke von größter Seltenheit in feinster Erhaltung. Auch die Goldmünzen und Medaillen, die unter diesen Überschriften angeboten werden, sind nicht nur selten, sondern außergewöhnlich gut erhalten. Für die Kunden, die amerikanisches Grading schätzen: Etliche Stücke wurden gegradet.
Nennen wir an dieser Stelle den überaus seltenen Taler des Jahres 1694, den Georg Friedrich "der Jüngere" von Brandenburg-Ansbach in Schwabach prägen ließ, und den Taler von 1680, der unter der Herrschaft von Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth entstand. An Seltenheit stehen ihnen die beiden Bayreuther Taler aus dem Jahr 1712 kaum nach, die auf den Tod des alten Fürsten (NGC MS64) bzw. auf die Thronbesteigung des neuen Fürsten (NGC MS64) geprägt wurden.
Erwähnen wir abschließend noch den prachtvollen Albertustaler Friedrich Wilhelms II. von Brandenburg-Preußen, der 1797 in Berlin entstand.
Nr. 1001 - Fränkischer Kreis. Taler 1625, Fürth. Äußerst selten. Av. vorzüglich. Rv. gutes vorzüglich. Taxe: 12.500 Euro
Nr. 1428 - Schwäbischer Kreis. Dukat 1737, Stuttgart. NGC MS62. Stempelglanz. Taxe: 12.500 Euro
Münzen, die nicht von einem weltlichen bzw. geistlichen Fürsten herausgegeben wurden, sondern von einer Institution des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, dem Reichskreis, sind äußerst selten. Gleich mehrere Stücke des Fränkischen und eines des Schwäbischen Kreises kann die Heidelberger Münzhandlung anbieten.
Diese Reichskreise dienten der politischen, fiskalischen und militärischen Organisation der verschiedenen Reichsstände. Zu ihren Aufgaben gehörte es unter anderem, die Qualität der Münzen ihrer Mitglieder zu überwachen. Dass der Kreis selbst als Prägeherr in Erscheinung trat, geschah nur in Ausnahmefällen.

Nr. 1032 – Hamburg. Bankportugalöser zu 10 Dukaten 1667. Äußerst selten. Vorzüglich.
Taxe: 30.000 Euro
Hamburger Bankportugalöser
Man könnte sie geradezu als Vorläufer unserer Bullionmünzen bezeichnen, jene Bankportugalöser, die im Hamburg der frühen Neuzeit entstanden. Was sie von Krügerrand, Maple Leaf & Co. unterscheidet, ist vor allem das wunderbare und meist zutiefst patriotische Design, das diese Prägungen aufweisen. Liebhaber von Schiffsdarstellungen sind immer wieder von der Vielfalt der verschiedenen Schiffstypen begeistert, die den Hamburger Hafen auf den Bankportugalösern bevölkern.
Nr. 1488 – Würzburg. Philipp Adolph von Ehrenberg, 1623-1631. Goldgulden, 1626. Äußerst selten. NGC MS62. Stempelglanz. Taxe: 50.000 Euro
Nr. 1494 - Würzburg. Johann Philipp von Greiffenklau zu Vollraths, 1699-1719. 5 Dukaten 1702. Äußerst selten. NGC MS63. Prägefrisch. Taxe: 50.000 Euro
Raritäten aus dem Bistum Würzburg
Das Bistum Würzburg gehörte einst zu den wohlhabendsten und politisch einflussreichsten geistlichen Fürstentümern des Reichs: Der Würzburger Bischof hatte den 5. Rang unter den geistlichen Fürsten inne und stimmte als erster bei Sitzungen des Kreistags. Dementsprechend legten die Inhaber dieses Amts höchsten Wert auf ihre repräsentative Münzprägung. Die Heidelberger Münzhandlung ist in der Lage, einige ganz besondere Raritäten aus Würzburg anzubieten, dazu gehören ein Goldgulden des Philipp Adolph von Ehrenberg aus dem Jahr 1626 sowie ein 5-facher Dukat des Johann Philipp von Greiffenklau zu Vollraths aus dem Jahr 1702. Dies sind nur die Höhepunkte. Unter den 33 Losen finden Kenner sowohl fünf Stücke mit Schätzungen im fünfstelligen Bereich, als auch hübsche Kleinmünzen ab 50 Euro.
Nr. 1552 – Deutsches Kaiserreich. 1 Mark 1883 E. In dieser Erhaltung äußerst selten. Fast Stempelglanz. Taxe: 2.800 Euro
Nr. 1806 - Deutsches Kaiserreich / Württemberg. 5 Mark 1875. In dieser Erhaltung äußerst selten. Polierte Platte. Taxe: 6.500 Euro
Nr. 1860 - Deutsches Kaiserreich / Mecklenburg-Strelitz. 20 Mark 1873. In dieser Erhaltung äußerst selten. Fast Stempelglanz. Taxe: 17.500 Euro
Nr. 1889 - Deutsches Kaiserreich / Schaumburg-Lippe. 20 Mark 1874. In dieser Erhaltung sehr selten. Stempelglanz. Taxe: 13.750 Euro
Der Spezialist für Münzen des Deutschen Kaiserreichs
Die Auktion schließt mit der üblichen Auswahl von Münzen des Deutschen Kaiserreichs in zum Teil feinster Erhaltung. Schließlich gilt Herbert Grün und die Heidelberger Münzhandlung als zuverlässiger Lieferant für Kaiserreichsmünzen in feinster Qualität, deren Erhaltung genauestens und kritisch beschrieben ist.
Sie können den Katalog zum Schutzpreis von 12,50 Euro beziehen bei der Heidelberger Münzhandlung Herbert Grün, Gaisbergstr. 40, 69115 Heidelberg; Tel: ++49 / 6221 / 65 2970; Fax: ++49 / 6221 / 65 297-29; E-mail: kontakt@hdmhg.de. Selbstverständlich ist der Katalog auch im Internet einsehbar, und zwar bei Sixbid, biddr.com und NumisBids.
Alle Fotos aus diesem Auktionsvorbericht wurden von der Lübke + Wiedemann KG angefertigt.








































































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