Festschrift für Bernhard Prokisch
- Andreas Raffeiner
- 15. Juli 2025
- 1 Min. Lesezeit
Die kürzlich erschienene Festschrift „PRO RE“ ist ein beeindruckendes, 500 Seiten umfassendes Kompendium, das dem renommierten Numismatiker Bernhard Prokisch gewidmet ist und seine bedeutenden Beiträge zur österreichischen Numismatik würdigt. Herausgegeben von Walter Aspernig, Agnes Aspetsberger, Michael Becker und weiteren namhaften Autorinnen und Autoren vereint der Band ein breites Spektrum an Forschungsbeiträgen, die historische, kunst- und kulturgeschichtliche Perspektiven miteinander verbinden.

Pro Re. Festschrift für Bernhard Prokisch, 500 S., Wien 2025, 70 Euro.
Die Qualität und Vielfalt der Beiträge sind bemerkenswert: Von antiken Fundmünzen aus Oberösterreich über mittelalterliche Pfennigwährungen bis hin zu Fragen der Kunstgeschichte und regionalen Kulturentwicklung reflektiert das Werk das facettenreiche Forschungsfeld Prokischs und erweitert es zugleich durch neue, oft interdisziplinär angelegte Untersuchungen. Besonders überzeugend sind die sorgfältig recherchierten Studien zu regionalen Münzfunden und historischen Kontexten, die durch Archivalien, Inschriften und kunsthistorische Befunde ergänzt werden.
Die Festschrift ist mit einer Fülle von Abbildungen, Karten und Tabellen ausgestattet, die das Lesevergnügen ebenso fördern wie die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit. Die klar strukturierten Beiträge zeichnen sich durch eine hohe sprachliche Qualität aus und werden somit sowohl für Fachleute als auch für interessierte Laien zugänglich.
Hervorzuheben ist auch die breite Autorenschaft mit rund dreißig Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen, die dem Band eine lebendige Vielfalt und einen multidisziplinären Charakter verleiht. All dies macht Pro Re zu einem würdigen Tribut an Bernhard Prokisch und zu einem bedeutenden Nachschlagewerk sowie Impulsgeber für zukünftige Forschungen in der Numismatik und angrenzenden Gebieten.
So lässt sich sagen, dass diese Festschrift als ein unverzichtbarer Beitrag zur österreichischen und mitteleuropäischen Numismatik und Geschichte zu bewerten ist – ein Band, der Tradition und Innovation erfolgreich verbindet und mit seiner inhaltlichen Tiefe und Breite überzeugt.
Andreas Raffeiner




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