top of page

Palladium-Münzkatalog von René Frank

Aktualisiert: 6. März

Im Januar 2005 veröffentlichte René Frank mit Eine Seltenheit: Palladium-Münzen seinen ersten Zeitschriftenbeitrag zum Thema. Einleitend betätigte er sich als Chronist: Erstmals wurde im Jahr 1966 eine Münzserie aus diesem Metall unter den Hoheitszeichen von dem afrikanischen Staat Sierra Leone ausgegeben, so schrieb er. Ein Jahr später folgte eine weitere Serie unter dem Namen des Königreichs Tonga im Südpazifik. Danach habe sich lange Zeit nichts getan. Im Jahr 1987 entschlossen sich aufgrund des günstigen Palladium-Preises gleich fünf Länder, neue Münzen aus diesem Metall zu prägen, nämlich Portugal, Frankreich, Tonga, die Bermuda-Inseln und die Isle of Man. Im Jahr 1988 setzten sich der bunte Reigen der Neuauflagen fort. Mit dem damals noch kommunistischen Russland beteiligte sich nunmehr auch der weltweite Hauptproduzent von Palladium an den Prägungen, und das sogar mit einem Kampfpreis: "Diese Münzen wurden zum Marktwert des Metalls (zzgl. einem kleinen Aufschlag) ausgegeben; 1989 zwar nur in Form einer Ein-Unzen-Münze mit dem Bild einer tanzenden Ballerina aus dem russischen Ballett, aber 1990 schon als 1/2-Unze und ganze Unze und 1991, 1993 und 1994 sowohl als 1/4-Unze, halbe Unze als auch ganze Unze." (Money Trend, Heft 1/2005, S. 5)


René Frank

Sechste Auflage (2025)

Battenberg Verlag

ISBN 978-3-86646-268-7

Preis: 24,90 Euro


Ein Jahr nach seinem ersten Zeitschriftenbeitrag zu diesem Thema brachte René Frank den allerersten Palladium-Katalog heraus. Im Oktober 2025 erschien die sechste Auflage. Seit der Ausgabe der ersten Münzen bis zum Erscheinen der aktuellen Neuauflage wurden 155 verschiedene Palladium-Münzen geprägt. Da die Stückzahlen meist sehr niedrig und das Sammelgebiet mit den wenigen Prägungen überschaubar ist, erfreuen sich die Münzen zumindest in exklusiven Sammlerkreisen großer Beliebtheit und werden als Geldanlage neben Gold, Silber und Platin verwendet. Der Palladium-Münzkatalog enthält neben allen geprägten Palladiummünzen auch Bi-, Tri- und Multimetall-Münzen mit Palladium-Anteilen sowie lokal gültige Zahlungsmittel aus Palladium mit einer Mindestauflage von fünf Exemplaren und bewertet diese zu den aktuellen Marktpreisen vom Sommer 2025. Ein Vorwort zur Preisentwicklung des Edelmetalls seit Anfang der 1990er-Jahre sowie ein Überblick über die Herkunft und Verwendung von Palladium runden den Katalog ab, der bilingual (englisch/deutsch gehalten ist.


25 Dollar (USA, 2017, 995er Palladium, 31,1 Gramm, 34 mm)

Bildquelle: MA-Shops, Göttinger Münzhandlung


Einleitend schreibt René Frank, was sich seit der fünften Auflage verändert hat: "Trotz des niedrigen Edelmetallpreises bleiben die Münzausgaben der letzten vier Jahre überschaubar. Seit 2021 sind lediglich zehn neue Münzen rein aus Palladium emittiert worden. Dazu kommen fünf Münzen aus den Mischmetallen Priorium und Selectium, die auch Palladium enthalten, und zwei Münzen, die vor 2021 geprägt wurden, aber erst in den letzten Jahren auf dem Münzmarkt auftauchten." Zum Preis des Edelmetalls in den letzten Jahrzehnte schreibt Frank, dass am 1. Juni 1992 mit 97 Dollar pro Unze ein Tiefstand markiert wurde, nach dem russischen Überfall auf die Ukraine am 8. März 2022 mit 3.177 Dollar pro Unze ein Höchststand erreicht wurde. Derzeit liegt der Kurs bei etwa 1.640 US-Dollar pro Unze (5. März 2026). Zu den Folgen dieser Preissprünge schreibt Frank: "Aufgrund des hohen Metallpreises in den Jahren 2000 bis 2002 und besonders zwischen 2019 und Ende 2022 wurden viele Münzen zur Rohstoffgewinnung eingeschmolzen, so dass die genannten Auflagezahlen in diesem Katalog nicht mehr die tatsächlich vorhandene Münzmenge widerspiegeln." Durch die Verknappung des Angebots hätten sich die Marktpreise von Palladium-Münzen deutlich vom Metallpreis entkoppelt.


Dietmar Kreutzer

 

Kommentare


www.muenzen-online.com | Regenstauf

© 2025 Battenberg Bayerland Verlag GmbH

bottom of page