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Eckhart Pick: Das Mainzer Medailleursquartett


Eckhart Pick: Das Mainzer Medailleursquartett. August und Jakob Stieler, Johann Lindenschmit und Ferdinand Korn, Regenstauf 2022, 78 Seiten, durchgängig farbig bebildert, Format: 17 x 24 cm, Festeinband, ISBN: 978-3-86646-218-2, Preis: 24,90 Euro.


Professor Pick ist den Sammlern in Südwestdeutschland (und darüber hinaus) durch seine numismatischen Veröffentlichungen gut bekannt, vor allem durch das Werk „Münzen, Mächte und Mäzene. 2000 Jahre Geld in Stadt und Kurstaat Mainz“, Mainz 2006. Dort geht er auch auf die Stempelschneider und Graveure in Mainz ein. Zuletzt erschien von ihm der Beitrag „Die Münzprägung der schwedischen Besatzung in Mainz 1631 bis 1636 unter der Familie Ayrer (Ey[e]rer und Benedikt Stephani (Steffen)“ in der 2021 erschienenen Festschrift „Geld und Wirtschaft im Südwesten“. In diesem Beitrag beschäftigt sich der Autor mit der Mainzer Münzmeisterfamilie Ayrer.

In der hier vorzustellenden Publikation geht er vertieft auf die für die Münzstätte Mainz tätigen Stempelschneider, Graveure und Medailleure ein. Aus Mainz stammen vier Medailleure, die darüber hinaus für zahlreiche Münzstände tätig waren. Ihre weiteren Stationen waren Wiesbaden, Darmstadt, Koblenz,Limburg, Arolsen und Bern. Der Autor stellt jeden der Medailleure und die von ihnen geschaffenen Münzen und Medaillen detailliert vor. Besonders wird dabei Ferdinand Korn behandelt, welcher ein bekannter Münzdirektor und Medailleur war. Später war er allerdings ausgesprochen umstritten. Das lag vor allem an der von ihm zu verantwortenden Medaillenprägung von 1852 mit dem Konterfei des französischen Kaisers Napoleon III. Auf diese Medaille geht der Autor vertieft und sehr erhellend ein. Sie brachte Korn schweren Ärger und heftige Vorwürfe als „Vaterlandsverräter“ und „Franzosenfreund“ ein. Von Bismarck stammt dazu diese Mitteilung (wie der Autor schreibt): „Der Hund heißt Korn, hat seinen Namen mit darauf graviert“.


Wegen der in dem Werk vorhandenen Fülle von Fakten ist das Werk nicht nur den Sammlern im Südwesten sehr zu empfehlen!

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