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Aus privaten Sammlungen: Five Pounds (1966) zur Unabhängigkeit von Rhodesien

Im November 1965 erklärte die weiße Minderheitsregierung von Rhodesien unter Premierminister Ian Smith in Rhodesien einseitig die Unabhängigkeit von Großbritannien. Das Mutterland hatte die Einführung der schwarzen Mehrheitsherrschaft geforderte, was Smith jedoch ablehnte. Der Premierminister wollte angeblich "Gerechtigkeit, Zivilisation und Christentum" wahren und den Kommunismus bekämpfen. Tatsächlich ging es jedoch um den Machterhalt für die weiße Minderheit im Lande. Diese Politik führte zu einer internationalen Isolation von Rhodesien (später: Südrhodesien). Die Vereinten Nationen verhängten Wirtschaftssanktionen, in deren Gefolge sich das Land dem wegen seiner Apartheid-Politik umstrittenden Südafrika zuwandte. Erst im April 1980 erlangte Südrhodesien offiziell seine Unabhängigkeit unter der Bezeichnung Simbabwe.


5 Pounds (Rhodesien, 1966, 917er Gold, 39,9 Gramm, 36 mm)

Foto: Rauch


Serie aus allen drei Gedenkmünzen

Bildquelle: Wasserthal Rare Coins


Zum ersten Jahrestag der Unabhängigkeit im Jahre 1965 erschienen drei goldene Gedenkmünzen. Das Stück zu zehn Schilling mit einer Auflage von 6.000 Exemplaren zeigt eine Rappenantilope auf der Rückseite. Das Stück zu einem Pfund mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren trägt das Wappentier von Rhodesien auf der Rückseite, einen Löwen mit Stoßzahn. Die Münze mit der niedrigsten Auflage, ein Stück zu fünf Pfund ist mit dem Wappen von Rhodesien auf der Rückseite versehen. Die Auflage betrug 3.000 Exemplare. Die Münzen waren in Gewicht, Größe und Legierung mit den entsprechenden britischen Goldmünzen identisch. Sie wurden einzeln und in Dreier-Sets mit der Aufschrift „RESERVE BANK OF RHODESIA” ausgegeben. Weil die Royal Mint wegen der Auseinandersetzung als Prägestätte nicht zur Verfügung stand, wurden die Münzen in Pretoria geprägt.


Thomas Rauch



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