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Österreich: Schütze aus der Serie „Sternbilder“

Autorenbild: Michael Kurt Sonntag
Michael Kurt Sonntag
vor 57 Minuten
2 Min. Lesezeit

Am 14. Oktober 2026 emittierte Österreich eine 20-Euro-Silbermünze auf das Sternbild des Schützen. Es ist dies die 4. Münze der Serie „Sternbilder“. Der astrologische Schütze gehört zum Element Feuer und wird vom Planeten Jupiter regiert. Zwischen dem Sternbild des Schützen und der antiken griechischen Mythologie gibt es allerdings einen Zusammenhang. Folgt man der antiken Mythologie, so war der Kentaur (Zentaur) Chiron, im Gegesatz zu den übrigen Kentauren, gut, weise, menschenfreundlich und sehr kundig in der Heilkunst und der Musik. Auch war er der Lehrer etlicher großer Helden – so brachte er beispielsweise dem Achill das Leierspiel bei. Doch wenngleich Chiron allen als der tugendhafteste und der gerechteste Kentaur galt, so ereilte ihn ein tragisches Schicksal. Als Herakles nämlich während eines Kampfes mit Pfeilen, die mit dem Blut der Lernäischen Hydra vergiftet worden waren, auf die wilden, unzivilisierten Kentauren schoss, traf einer seiner Pfeile aus Versehen auch Chiron am Knie und fügte diesem eine unheilbare und äußerst schmerzhafte Wunde zu. Weil Chiron hiernach ein qualvolles Leben führen musste, sehnte er den Tod herbei und tauschte schließlich seine Unsterblichkeit gegen die Sterblichkeit des Prometheus ein. Auf diese Weise erhielt Prometheus seine Freiheit wieder, da Zeus ihn dazu verurteilt hatte, so lange unfrei zu bleiben, bis ein Unsterblicher für ihn stürbe. Den toten Chiron aber versetzte Zeus als Sternbild des Kentauren (centaurus) oder des Schützen (sagittarius) an den Nachthimmel. In der Astrologie wiederum gelten „Schützen“ als freiheitsliebend, optimistisch und abenteuerlustig. Zudem ist ihr Wissensdrang immens und ihr Streben nach Wahrheit unbedingt.

20 €, Silber 925/1000, 22,42 g, 34 mm, glatter Rand, Auflage: 30.000 in PP,

Künstlerin: Kathrin Kuntner; Münzstätte: Münze Österreich AG, Wien; Fotos: Münze Österreich AG.


Auf der Münzvorderseite sehen wir einen Tierkreis mit den Symbolen aller zwölf Sternbilder. Das Symbol des Schützen ist ins Zentrum gerückt, da an seiner Stelle am Kreisrand der Assistent des Schützen, ein rund geschliffener Sodalith, erscheint. In der Esoterik wird dem Sodalith nachgesagt, das Selbstvertrauen zu stärken und das klare Denken zu fördern. Wir lesen Staatsbezeichnung, Nominalwert und Emissionsjahr. Die anepigrafische Rückseite zeigt einen Schützen, im Begriff seinen gespannten Bogen abzuschießen. Das Ganze wird von einem Kreis umgeben, der sich zum Rand hin in viele Sterne auflöst.


Michael Kurt Sonntag

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