Österreich: Basilisk aus der Serie „Fantastische Fabelwesen“

Am 9. September 2026 erschien die vierte 3-€-Münze der Serie „Fantastische Fabelwesen“. Das vierte Fabelwesen dieser Serie ist dem Basilisk gewidmet. Das Wort Basilisk kommt vom griechischen „basiliskos“, das eigentlich die Verkleinerungsform von „basileus“ (König) ist. Dem römischen Gelehrten Plinius dem Älteren zufolge war der Basilisk eine sehr giftige Schlange mit weißem Fleck auf dem Kopf, der wie eine Krone aussah. Laut Plinius hatte diese Schlange nur einen natürlichen Feind und zwar das Wiesel. Im Mittelalter wurde der Basilisk dann ein Fabelwesen, genauer gesagt ein Mischwesen aus Hahn, Schlange und/oder Kröte, das einen Blick besaß, der direkt töten oder in Stein verwandeln konnte. Zudem war sein Atem toxisch. In der Schönlaterngasse Nr. 7 in Wien soll am 26. Juni 1212 im Hausbrunnen des Bäckers Martin Garhiebel ein solcher Basilisk gelebt haben. Immer wieder seien Menschen verschwunden oder gar gestorben, wenn sie sich dem besagten Brunnen genähert hätten. Eines Tages habe sich allerdings ein Bäckerbursche ein Herz gefasst, sei in einen Korb gestiegen und habe sich in den Brunnen hinabgelassen. Als er ihm begegnete, habe der Bursche dem Basilisk einen Spiegel entgegengestreckt, woraufhin der Basilisk von seinem eigenen Blick getötet worden sei.
3 €, Kupfernickel, teilweise farbig, partielles Leuchten unter UV-Licht, 16,00 g, 34 mm, Auflage: 65.000 in NP., Künstler: Anna Schlindner, Rebecca Koini, Nina Schwarzer; Münzstätte: Münze Österreich AG, Wien.

Auf der 3-€-Münze begegnet uns rückseitig ein farbig bedruckter Basilisk, dessen Kopf und Flügel wie die eines Hahns ausschauen, seine Beine aber die einer Kröte sind und sein Schwanz der einer Schlange ist. Links unten erscheinen zudem ein mit Goldfarbe bedrucktes Ornament und ein Spiegel. Die Umschrift lautet: 2026 BASILISK. Unter UV-Lichteinwirkung leuchtet diese farbige Seite partiell. Die Vorderseite der Münze zeigt wie alle Münzen dieser Serie einen Schlüssel mit reich verziertem Griff, in den der Buchstabe „F“ als Kürzel für Fabelwesen eingearbeitet ist. Eine stilisierte Sonne im Hintergrund des Schlüssels und ringsherum funkelnde Sterne unterstreichen zudem den fantastischen Charakter dieser Prägung. Die Münzlegende nennt die Staatsbezeichnung und den Nominalwert.
Michael Kurt Sonntag




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