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UNICEF goes Krypto, warum?


Das UNICEF Logo. Bildquelle: Wikimedia.

Als erste Organisation der Vereinten Nationen wird das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) Kryptowährungen zur Finanzierung von Open-Source-Technologie verwenden, die Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt zugute kommt. Über einen neu einzurichtenden UNICEF-Kryptowährungsfonds können so Spenden in den Kryptowährungen Ether und Bitcoin entgegengenommen, gehalten und als solche ausgezahlt werden.


"Dies ist ein neues und aufregendes Kapitel für UNICEF", sagte Henrietta Fore, UNICEF Direktorin. "Wenn digitale Volkswirtschaften und Währungen das Potenzial haben, das Leben der kommenden Generationen zu gestalten, ist es wichtig, dass wir die Möglichkeiten, die sie bieten, erforschen. Deshalb ist die Einrichtung unseres Kryptowährungsfonds ein bedeutender und willkommener Schritt nach vorn in der humanitären und Entwicklungsarbeit".


Die Einrichtung des UNICEF-Kryptowährungsfonds bildet einen Teil der laufenden Arbeit von UNICEF mit blockchain-Technologie. Gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der UN (WFP) leitet UNICEF das UN-Innovationsnetzwerk, welches für die Erforschung des Potenzials und der Fallstricke von blockchain- und anderen neuen Technologien verantwortlich ist.


Für die Entwicklung der intelligenten Vertragsplattform ist das UNICEF Büro in Kasachstan seit letztem Oktober zuständig. Das Team arbeitet mit der Ethereum Stiftung zusammen, die bereits eine große Spende in Ether getätigt hat. Das zu entwickelnde System basiert zunächst so auch auf Ether und soll etwa zur Abwicklung interner Zahlungen, beispielsweise für Überweisungen der UNICEF an Personen, die ein lokales Bildungsprogramm durchführen, genutzt werden. Das Büro rechnet mit dem Übergang zum auf Ether basierenden Transaktionssystem im nächsten Jahr und arbeitet auch an der Einbeziehung anderer Kryptowährungen wie Bitcoin.


Was würde die blockchain-Technologie für UNICEF, WFP und andere Hilfsorganisationen bedeuten?


Den wohl wichtigsten Faktor bildet die Transparenz, die in Bezug auf den Weg von Spenden erzielt werden kann; sie können nicht mehr in die bekannten „dunklen Kanäle“ verschwinden, was viele Menschen ja vom Spenden abhält. Kein Datensatz, etwa über Zahlungseingänge bzw. Ausgänge von Kryptowährungen, innerhalb der blockchain kann gelöscht oder manipuliert werden. Da sich der Transfer von digitalen Währungen oder Vermögenswerten direkt zwischen den Parteien vollzieht (Peer-2-Peer), gibt es zudem keine Zwischenhändler oder Transaktionsgebühren, wie beispielsweise traditionelle Banken. Auch kann in den „smart contracts“, den intelligenten Verträgen, durch die gespendet wird, festgelegt werden, dass Spenden zurückgefordert werden können, werden vorher festgelegte Bedingungen nicht erfüllt.


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