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Sammlertipps Münzreinigung und Münzpflege

Bei unseren „Sammlertipps Münzreinigung und Münzpflege“ sind wir bei den unedlen Metallen angekommen, also den Metallen, die z.B. bereits mit dem Sauerstoff aus der Luft reagieren. Zuletzt beschäftigten wir uns mit der Reinigung von Münzen aus Zink. Heute beschäftigen wir uns etwas kürzer mit Nickel, Zinn und Blei und dann ausführlicher mit Aluminium.

Wir orientieren uns wieder am „Handbuch zur Münzpflege“ (4. Auflage Regenstauf 2015, 13,50 Euro) von Wolfgang J. Mehlhausen.


Teil 3.8 Nickel

Nickel ist ein sehr robustes Metall. Hier reicht meist schon die einfache Grundreinigung aus. In extremen Fällen, wo sich beispielsweise Schmutzreste im Münzfeld befinden, die nicht gleich abgehen, kann man mit einer Bürste arbeiten. Auch der Einsatz eines Glaspinsels ist hier möglich, wenn man mit Fingerspitzengefühl vorgeht. Doch dies soll nur die Ausnahme sein, viel harmloser und meist völlig ausreichend sind die angegebenen Rezepte, die für weiße Kupfernickellegierungen beschrieben wurden (siehe Teil 3.6.1).


Teil 3.9 Zinn

Zinn wurde selten als Münzmetall verwendet und begegnet uns meist nur bei Medaillen. Problematisch kann die „Zinnpest“ werden. Zinngegenstände sollten daher möglichst gleichbleibend bei Temperaturen von über 20° C aufbewahrt werden. Eine Lackierung ist unangebracht. Meist reicht ein Waschen in Seifenlösung völlig aus. Da Zinn sehr weich ist, dürfen auch nur relativ weiche Bürsten zum Einsatz gelangen.


Teil 3.10 Blei

Blei ist ein Metall, das für den Münzensammler recht unbedeutend ist. Doch gerade heimatgeschichtliche Sammler heben gern auch Plomben auf, die bis heute zum Versiegeln verwendet werden. Es gilt hier das, was für Zinn gesagt wurde . Die natürliche Schutzschicht, die das Metall schon in wenigen Stunden überzieht, sollte man nicht entfernen, es wäre sinnlos.



3.11 Aluminium

Aluminium ist ein sehr weit verbreitetes, preiswertes, leichtes Münzmetall, das leider sehr weich ist. Aus diesem Grund sind Aluminiumstücke, aus dem Verkehr gesammelt, meist nach kurzer Zeit schon mit erheblichen Gebrauchsspuren versehen.

Der Verfasser ist kein Freund vom Lackieren, gerade auch bei Aluminiummünzen nicht. Denn sachkundig gereinigte Aluminiummünzen überziehen sich sofort wieder mit einer dünnen Oxidschicht, die das darunterliegende Metall vor weiterer Korrosion schützen.

Noch ein weiterer Tipp: Man kann versuchen, die Aluminiummünzen statt mit Natron auch mit Schlämmkreide (Kalziumkarbonat) abzureiben. Dieses Material ist weicher als Natron, aber es muss dann sehr sorgfältig gespült werden. Bleiben Kreidereste auf der Münze, nochmals in Zitronensäure baden. Ansonsten bleiben „weiße Flecken“ auf dem Stück, besonders in den Randinschriften oder in Vertiefungen auf der Oberfläche.

In Teil 3.12 folgen „Magnesiummünzen“.