Griechenland: Die Maske des Agamemnon aus der Serie „Kulturelles Erbe“
- Michael Kurt Sonntag

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Im Rahmen der Serie „Kulturelles Erbe“ emittierte Griechenland im Juli 2026 eine 50-€-Goldmünze auf „Die Maske des Agamemnon“. In seinem ersten Ausgrabungsjahr in Mykene entdeckte Heinrich Schliemann 1876 sechs Gräber, die zahlreiche Goldartefakte enthielten, von denen er meinte, dass sie königlich seien. Sein spektakulärster Fund war eine goldene Totenmaske, die sogenannte „Maske des Agamemnon“. Weil Schliemann der Ansicht war, er habe das Grab des legendären Oberkommandierenden im Trojanischen Krieg, Agamemnon, gefunden, telegrafierte er dem Griechischen König Georg I.: „Ich habe in das Antlitz des Agamemnon geschaut.“ Später fanden Archäologen allerdings heraus, dass die Maske aus dem 16. Jh. v. Chr. stammte und somit deutlich älter war als der Trojanische Krieg. Besagte Totenmaske besteht aus einem dicken Goldblech, das über ein vorher angefertigtes Holzgesicht gelegt, danach ausgehämmert und später nachziseliert wurde. Diese Maske befindet sich heute in der Sammlung des Archäologischen Nationalmuseums in Athen.

50 €, Gold 999/1000, 1 g, 14 mm, Auflage: 1.200 in PP,
Künstler: M. Antonatou; Münzstätte: Bank of Greece/Printing Works Department, Athen;
Fotos: Bank of Greece.
Der Revers der Münze zeigt die besagte goldene Totenmaske und nennt die Umschrift Η ΠΡΟΣΩΠΙΔΑ ΤΟΥ ΑΓΑΜΕΜΝΟΝΑ (Das Gesicht des Agamemnon) / 2026. Auf der Vorderseite sehen wir ein kleines Republikwappen, das von mykenischen Ornamenten umgeben ist und lesen Nominalwert und Staatsbezeichnung in Griechisch.
Michael Kurt Sonntag




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