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Griechenland: 200 Jahre Exodus von Messolonghi

Autorenbild: Michael Kurt Sonntag
Michael Kurt Sonntag
vor 5 Stunden
1 Min. Lesezeit

Vor 200 Jahren kam es zum Exodus der Griechen aus Messolonghi. Aus diesem Anlass emittierte Griechenland im August 2026 eine 5-€-Silbermünze. Während der Griechischen Revolution ab 1821 war Messolonghi das politische und militärische Zentrum. Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen der Belagerung durch die Osmanen, kehrten die Türken 1825 unter Kütahi Pascha und Ibrahim Pascha von Ägypten zurück, schnitten Messolonghi durch eine Seeblokade von ihren Lieferungen ab, belagerten und beschossen die Stadt mit Artillerie. Nach einer zwölf Monate andauernden Belagerung, entschlossen sich die durch den Hunger dezimierten und erschöpften „freien Belagerten“, wie sie der Nationaldichter Dionysios Solomos später verherrlichte, einen „Exodus“ zu wagen und sich ihren Weg nach draußen freizukämpfen. Doch als sie in der Nacht vom 10. auf den 11. April 1826 einen Ausbruch wagten, wurden die meisten von ihnen durch die Osmanen massakriert. Der Fall von Messolonghi schockierte die öffentliche Meinung in Europa und verlieh der Philhellenischen Bewegung einen neuen Impetus. Messalonghi wurde später zur Heiligen Stadt erklärt und ist seither ein ewiges Symbol für Heldenmut und Selbstaufopferung.

5 €, Silber 333/1000, 17 g, 31 mm, Auflage: 1.500 in PL,

Künstler: G. Stamatopoulos; Münzstätte: Bank of Greece/Printing Works Department, Athen;

Fotos: Bank of Greece.


Auf der Münzrückseite sehen wir eine Schlachtszene zwischen Griechen und Osmanen und lesen als Umschrift 200 JAHRE SEIT DEM EXODUS VON MESSOLONGI, in Griechisch sowie den Nominalwert. Die Vorderseite zeigt ein kleines Republikwappen im Zentrum, das von einem Lorbeerkranz umgeben ist und nennt die Staatsbezeichnung.


Michael Kurt Sonntag

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