top of page

Gold & Silber: Experten und Prognostiker auf YouTube

Autorenbild: Dietmar Kreutzer
Dietmar Kreutzer
vor 10 Minuten
3 Min. Lesezeit

Auf arte läuft seit einiger Zeit die Reihe Mit offenen Karten. Am 19. September wurde die Folge Gold als Wertanlage: Eine lange Geschichte ausgestrahlt. Moderatorin Émilie Aubry: "Der Preis des Edelmetalls steigt immer weiter, denn abgesehen von Bergbaugesellschaften und Juwelieren interessieren sich auch Zentralbanken, Anleger und auch die Elektronikindustrie für Gold." Anhand einiger politischer Ereignisse wird die Gold-Rallye der zurückliegenden Jahre geschildert: "Im März 2022 stieg kurz nach Russlands Überfall auf die Ukraine der Preis des Edelmetalls je Feinunze auf fast 2.000 Dollar. Im Januar 2025 stieg der Preis nach Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus weiter an. Als dieser zahlreiche Länder mit Strafzöllen belegen wollte, stieg der Goldpreis auf den neuen Rekordwert von 2.800 Dollar." Doch mit diesem Kurssprung war die Erfolgsgeschichte längst nicht beendet.



Als sich Ende Januar 2026 ein Krieg mit dem Iran abnkündigte, stieg der Preis auf 5.595 Dollar. Dem Anstieg entsprechend, war die weltweite Nachfrage nach Gold im Jahr 2025 auf 5.000 Tonnen gestiegen. Das waren acht Prozent mehr als im Jahr davor. Etwa 44 Prozent der Produkte dienten der Kapitalanlage, sowohl in physischer Form als auch durch investiertes "Papiergold" an der Börse. Doch Gold dient inzwischen nicht nur als Sicherheit in Krisenzeiten: "Es ist auch zu einer politischen Waffe geworden. Zahlreiche Zentralbanken kaufen große Mengen Gold, um ihre Währung zu stützen und ihre finanzielle Unabhängigkeit zu vergrößern. (...) Seit 2014 hat Wladimir Putin die russischen Goldreserven verdoppelt. Mit 2.300 Tonnen besitzt das Land nun die fünftgrößten Goldreserven der Welt und seine Zentralbank hält mehr Gold als Dollar." In China haben sich die Goldreserven innerhalb von zehn Jahren ebenfalls verdoppelt. Sie stiegen von 1.000 Tonnen im Jahr 2013 auf etwa 2.300 Tonnen im Jahr 2025. Auch die Türkei, Indien und Brasilien bauten ihre Reserven erheblich aus.


Bildquelle: Börse Online


Mit der Umschichtung von Dollar-Reserven in Gold wollen sich die genannten Länder von den bis dato bevorzugten US-Staatsanleihen lösen. Die weltweiten Staatsreserven an US-Staatsanleihen sind innerhalb von zehn Jahren von über 30 Prozent auf 23 Prozent gesunken. Der Anteil der Goldreserven der Zentralbanken stieg im gleichen Zeitraum von etwa zehn Prozent auf 24 Prozent. Doch der Prozess verläuft nicht kontinuierlich: "Im März 2026 mussten nach der Sperrung der Straße von Hormus die Türkei, Indien und Thailand Gold verkaufen, um über ausreichend Dollar zu verfügen. Der ist die wichtigste Währung für den Handel mit Erdöl." Der Preis des Goldes sank daraufhin innerhalb eines Monats um etwa zehn Prozent. Das Video zur genannten Doku ist nicht nur auf arte.tv zu sehen, sondern auch auf youtube.com. Ist man einmal auf Youtube angekommen, wird der Wissensdurst auch gleich mit Prognosen über die weitere Entwicklung des Goldpreises gestillt. Der Experte Christian Trinker etwa erklärt den jüngsten Zinsschritt der FED und dessen Auswirkungen auf den Goldpreis. Die immer weiter laufende Schuldenspirale weltweit und aktuell hohe Inflationsdruck seien inzwischen wichtiger als die Aktivität der FED. Markus Krall prognostiziert einen erneuten Anstieg auf 5.000 Euro innerhalb kurzer Zeit. Er warnt aber vor einer drohenden Steuer auf Goldgewinne.


Bildquelle: Youtube, Rohstoff Perspektiven


Auch zur Entwicklung des Silberpreises gibt es auf Youtube immer neue Tipps, vor allem von den Händlern, die es an- und verkaufen wollen. Das Portal Rohstoff Perspektiven sagt eine Explosion am Silbermarkt voraus. Die industrielle Nachfrage ist hoch, das Angebot mittelfristig jedoch begrenzt. Möglichst noch heute kaufen! Herkömmliche Anbieter bleiben da eher auf dem Boden, etwa Henning Weichert von MP Edelmetalle, der verrät: "Der Edelmetall-Boom sorgt dafür, dass inzwischen auch die Münzen aus der guten alten Zeit der Mark beliebt werden, die vor ein paar Jahren niemand haben wollte. Ihr solltet die Gelegenheit nicht verpassen, jetzt den besten Kurs für Eure 'Schlafmünzen' zu bekommen." Die Fünf-Mark-Stücke der BRD aus Silber und die später erschienenen Gedenkmünzen zu zehn Mark würden heute kaum noch gesammelt. Bei der Deutschen Bundesbank kann man sie zu 2,56 Euro eintauschen. Sie enthalten jedoch sieben Gramm Silber. Damit liegt allein ihr Metallwert bei über zehn Euro: "Deshalb mein dringender Appell: Nutzt den rekordverdächtigen Silberpreis und forstet bei Euch zu Hause unbedingt den Dachboden oder die Kramkisten durch. Und fragt bei Gelegenheit auch mal ganz lieb bei Opa nach, denn die Nachfrage nach Silbermünzen ist groß!"


Dietmar Kreutzer

Kommentare


www.muenzen-online.com | Regenstauf

© 2025 Battenberg Bayerland Verlag GmbH

bottom of page