Emporium Hamburg: Vorbericht zur Auktion 111 „Münzen & Medaillen“
- Emporium Hamburg
- vor 6 Tagen
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Pünktlich zum Maibeginn startet Emporium Hamburg ins neue Versteigerungsjahr. Die Frühjahrsauktion 111 „Münzen und Medaillen“ umfasst 2916 Lose aus Antike, Aller Welt, Thematischen Medaillen und deutschen Prägungen aus allen Jahrhunderten. Ob Neueinsteiger oder langjähriger Sammler, hier wird jeder fündig.
Den Anfang des Kataloges macht der Bereich Antike. Ein erstes Highlight bildet ein goldener Stater, geprägt vor mehr als 2.000 Jahren in Byzantion (Los 69, Schätzpreis 1.300,00 Euro). Ein Stück von großem Seltenheitswert stammt aus dem Imperium Romanum. Als angebliche Lieblingsnichte von Trajan und spätere Schwiegermutter von Hadrian, wurden Denare von Matidia mit Diadem geprägt, obwohl sie niemals selber Kaiserin war (Los 222, Schätzpreis 1.800,00 Euro).
Los 69. Thrakien, Stadt Byzantion. Stater (250 – 1. Jahrhundert v. Chr.). Vorzüglich+.
Schätzpreis: 1.300,00 Euro
Los 115. Hamdaniden, Nasir al Daulah und Sayf. Dinar (942 v. Chr.). Sehr schön bis vorzüglich.
Schätzpreis: 700,00 Euro
Los 222. Röm. Reich, Matidia. Denar (112 n. Chr.), Rom. Sehr selten, sehr schön/sehr schön+.
Schätzpreis: 1.800,00 Euro
Los 324. Röm. Reich, Lucius Verus. Sesterz (169 n. Chr.), Rom. Unberührtes Prachtexemplar, Unikat in der Erhaltung. Schätzpreis: 9.000,00 Euro
Los 581. Röm. Reich, Julian II. Apostata als Caesar. Solidus (355-357 n. Chr.), Rom. Prägefrisch. Schätzpreis: 11.000,00 Euro
An den Bereich der Antike schließt sich die Kategorie „Ausland“ an. Hier findet sich unser Titelstück: Ein Doppeldukat aus Dänemark, geprägt 1704 in Christiansborg im heutigen Ghana (Los 681, Schätzpreis 6.000,00 Euro). Aber auch die einfache Variante, ein dänischer Dukat von 1699, kann sich sehen lassen (Los 680, Schätzpreis 2.000,00 Euro). Eine besondere Herausforderung bietet Los 721 mit einem Schätzpreis von 10.000,00 Euro. Die Bronzemedaille aus Frankreich wurde von Andrieu zur Taufe von Napoleon Franz Karl, dem designierten König von Rom, entworfen. Bei diesem Exemplar handelt es sich allerdings um einen späteren Abguss der beliebten Medaille. Dagegen ist der 6 Shilling-Token aus Irland von 1804 etwas für den kleinen Geldbeutel (Los 805, Schätzpreis 1.000,00 Euro). Ein Adlertaler von 1598 aus dem niederländischen Friesland (Los 886, Schätzpreis 1.000,00 Euro) entführt den Bieter ins Europa des 16. Jahrhunderts. Der Dobla de la Banda dagegen stammt aus der Herrscherzeit von Johann II. und ist mit seiner Prägezeit zwischen 1406 bis 1454 ein Zeitzeuge des spanischen Spätmittelalters (Los 999, Schätzpreis 1.300,00 Euro).
Los 680. Dänemark, Christian V. Dukat ohne Jahr (1699), Kopenhagen. Mit Echtheitszertifikat, sehr schön. Schätzpreis: 2.000,00 Euro.
Los 681. Dänemark, Frederik IV. Doppeldukat 1704, Kopenhagen. Mit Echtheitszertifikat, fast vorzüglich. Schätzpreis: 6.000,00 Euro.
Los 721. Frankreich, Napoleon I. Bonaparte. Bronzemedaille 1811 (späterer Abguss). Dunkle Tönung, sehr schön bis vorzüglich. Schätzpreis: 10.000,00 Euro
Los 805. Irland, Georg III. 6 Shilling-Token 1804. Polierte Platte. Schätzpreis: 1.000,00 Euro
Los 886. Niederlande, Friesland. Adlertaler 1598. Sehr selten, sehr schön. Schätzpreis: 1.000,00 Euro
Los 999. Spanien, Johann II. Dobla de la Banda ohne Jahr (1406-1454). Sehr schön.
Schätzpreis: 1.300,00 Euro
Auch in diesem Jahr warten eine kleine Auswahl an Medaillen darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Eröffnet wird die Kategorie von einer Goldmedaille aus Brixlegg in Österreich, geprägt 1967 anlässlich der 500-Jahrfeier der Brixlegger Hütte. Gemeinsam mit einem Wachsmodell mit einem goldenen Schlägel und Eisen bilden diese beiden Stücke Los 1090 mit einem Schätzpreis 400,00 Euro. Ebenfalls aus dem 20. Jahrhundert stammt die Silbermedaille von 1907 (Los 1097, Schätzpreis 150,00 Euro), geprägt zum 25.-jährigen Jubiläums des Meisters der Freimaurerloge Rudolf Preusse.
Los 1090. Habsburg. Goldmedaille 1967 auf die 500 Jahrfeier der Brixlegger Hütte, dazu Wachsmodell mit goldenem Schlägel und Eisen. 2 Stück, Polierte Platte. Schätzpreis: 400,00 Euro
Los 1097. Deutsches Reich. Silbermedaille 1907 auf das 25-jährige Jubiläum des Meisters der Freimaurerloge Rudolf Preusse. Mattiert, selten, vorzüglich bis stempelglanz. Schätzpreis: 150,00 Euro
Los 1098. Deutsches Reich. Silbermedaille 1887 von M. Landsberg u. E. Weigand, Loos, für züchterische Leistungen. Vorzüglich. Schätzpreis: 170,00 Euro
Los 1106. Deutsches Reich. Tragbare Silbermedaille ohne Jahr (1814) von Loos, auf den vaterländischen Kampf. Herrliche Patina, vorzüglich. Schätzpreis: 100,00 Euro
Die Kategorie „Deutsche Lande“ wird von einigen habsburgischen Prägungen angeführt. Neben einem Doppeldukaten von Josef II. von 1777 (Los 1148, Schätzpreis 1.100,00 Euro) sorgt auch der Dukat aus der Grafschaft Sinzendorf für Begeisterung (Los 1165, Schätzpreis 2.000,00 Euro). Darüber hinaus verstecken sich im Altdeutschen Bereich kleine Kostbarkeiten. So erzählt ein seltener Taler von 1584 von der Herrschaft von Heinrich III. von Sachsen-Lauenburg im Erzbistum Bremen (Los 1280, Schätzpreis 2.500 Euro). Eine weitere Rarität ist Los 1385. Der Taler mit einem Schätzpreis von 2.000,00 Euro wurde 1629 unter Bogislaus XIV., dem letzten Herzog von Pommern-Stettin, geprägt.
Los 1148. Habsburg, Josef II. Doppeldukat 1777 E, Karlsburg. Sehr schön. Schätzpreis: 1.100,00 Euro
Los 1165. Sinzendorf, Johann Wilhelm. Dukat 1753, Nürnberg. Selten, fast vorzüglich.
Schätzpreis: 2.000,00 Euro
Los 1280. Bremen, Erzbistum, Heinrich III. von Sachsen-Lauenburg. Taler 1584 mit Titel Rudolfs II. Sehr selten, sehr schön. Schätzpreis: 2.500,00 Euro

Los 1316. Hessen-Darmstadt, Ludwig VIII. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1745 von M. Donner. auf die Verleihung der Marschallwürde. Selten, fast vorzüglich. Schätzpreis: 17.500,00 Euro
Los 1385. Pommern-Stettin, Bogislaus XIV. Taler 1629. Sehr selten, sehr schön+.
Schätzpreis: 2.000,00 Euro
Wie immer schließt der Katalog mit der Kategorie „Deutsche Münzen nach 1800“. Hier erwarten den eifrigen Sammler 200 Jahre Münzgeschichte. So wurde Los 2059, 2 Mark 1884, mit einem Schätzpreis von 1.200,00 Euro, während der Herrschaft des deutschen Kaisers Wilhelm I. geprägt. Die Weimarer Republik präsentiert sich mit 5 Reichsmark von 1932 (Los 2552, Schätzpreis 2.350,00 Euro). Zum Abschluss folgt ein Ausflug in die Kolonien und Nebengebiete. Frei nach dem Motto „Besser spät als nie“ verbirgt sich mit 25 Gulden aus Danzig von 1923 (Los 2681, Schätzpreis 12.500,00 Euro) noch einmal ein wahrer Augenschmaus auf den letzten Seiten.
Los 2059. Reuss, jüngere Linie, Heinrich XIV. 2 Mark 1884 A. Fast stempelglanz.
Schätzpreis: 1.200,00 Euro
Los 2552. Weimarer Republik. 5 Reichsmark 1932 J, Goethe. Fast stempelglanz.
Schätzpreis: 2.350,00 Euro
Los 2681. Nebengebiete, Danzig. 25 Gulden 1923. PCGS PR62. Schätzpreis: 12.500,00 Euro
Die Auktion 111 findet vom 04. bis 07. Mai 2026 statt. Die Auktion wird live online über Auctionmobility übertragen. Eine Vorbesichtigung der Auktionsware ist ab dem 7. April 2026 nach Terminabsprache im Störtebeker-Haus möglich.
Weitere Informationen erhalten Sie unter muenzkurier.de/auktion. Sie erreichen uns per E-Mail unter numis@emporium-hamburg.com oder telefonisch unter 040/25799-137. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und wünschen Ihnen viel Erfolg beim Bieten!
Emporium Hamburg
Süderstraße 288
20537 Hamburg



























































































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