• Helmut Kahnt

Blutklippen


Blutklippe, 1568, Goldabschlag vom 2-Mark-Stück, Münzstätte Vadstena. Auf der Vorderseite stehen links und rechts von der bekrönten Wasa-Garbe die Initialen der beiden Brüder. [Bildquelle: Repro, Fotoarchiv Caspar].

Klippenförmige schwedische Münzen (schwed. blodsklippingar) von 1568 in den Wertstufen 1⁄2, 1, 2, 4 und 8 Mark. Der Name dieser Münzen rührt aus folgender Begebenheit: König Erich (Erik) XIV. von Schweden (1560–1568) hatte 1567 eine Reihe von ihm feindlich gesonnenen Adligen hinrichten lassen, darunter auch Nils Sture. An die Hinterbliebenen wurde später ein Blutgeld als Sühne ausgezahlt. Als sich ein Jahr später die Brüder des Königs, Johann und Carl, gegen ihn erhoben, stellte die Witwe von Nils Sture, Märta Sture, den beiden Herzögen dieses Geld für den Kampf gegen den König aus Rache für ihren getöteten Gatten zur Verfügung.



aus „Das große Münzlexikon

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