• Helmut Kahnt

Bauerngroschen


Bauerngroschen, Goslar, 28,00 mm, 2,61 g, Goslar, o. J. (1477/1481). Bildquelle: Wikipedia, www.cngcoins.com.

Umgangssprachliche Bezeichnung für den seit 1477/78 oder 1481/1483 in Goslar bis zu Beginn des 16. Jh. geprägten Groschen.

Auf der Vorderseite Schild mit Reichsadler, darüber Helm mit Krone die Rückseite zeigt die Apostel Simon und Judas (als Schutzheilige der Stadt), Säge und Keule haltend, die wegen der meist mangelhaften Ausprägung als Bauern verballhornt wurden und der Münze den Namen „Burcrossen“ auch in amtlichen Unterlagen gaben.

Es gibt zwei Hauptgruppen des Bauerngroschen, die sich durch den schräg bzw. gerade gestellten Adlerschild auf der Vorderseite unterscheiden. Ende des 15. Jh. enthielten die Bauerngroschen 2,2 g Silber bei einem Rauhgewicht von durchschnittlich 2,78 g.

1 Bauerngroschen = 12 Goslarer Pfennige.

aus „Das große Münzlexikon“