• Helmut Kahnt

Assignat


Assignat zu 400 Livres, 1792. Bildquelle: Wikipedia.

Zunächst eine Anleihe auf den zum Verkauf angebotenen Teil der beschlagnahmten französischen Kirchenländereien, dann Papiergeld der Französischen Revolution, das 1790 von der verfassunggebenden Nationalversammlung eingeführt wurde.


Wegen der hohen Schuldenlast des Staates im Verlauf des ersten Koalitionskriegs wurden immer mehr Assignaten ausgegeben und seit 1792 als alleiniges Zahlungsmittel verwendet. (1796 Umlauf von etwa 40 Milliarden Livres). Der Wert der Assignaten ging immer mehr zurück.


Nachdem die Assignaten nach Aufhebung der von der Jakobiner­Diktatur eingeführten Höchstpreise wertlos geworden waren, wurden sie 1796 aus dem Verkehr gezogen.


Assignat zu 10 Rubel, 1819. Bildquelle: Wikimedia.

Assignaten gab es auch seit 1769 unter Katharina II. von Rußland (1762–1796). Dieser Assignatentyp wurde erst 1843 durch Metallgeld und andere Kreditscheine ersetzt, nachdem man einen Assignatenrubel auf etwa 28 Silberkopeken gesetzt hatte. Auch die in Österreich unter Maria Theresia (1740 bis 1780) 1762 ausgegebenen Guldenzettel können als Assignaten gelten.


aus „Das große Münzlexikon“