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Aktuelle MünzenRevue mit August dem Starken, Katharina der Großen und dem König der Belgier

Aktualisiert: vor 17 Stunden

Starker August, schwacher August ist die Titelgeschichte der Aktuellen MünzenRevue. Im Münz- und Medaillenkatalog Saxonia numismatica spielen die anhand von Bildern und Beschreibungen gezeigten Münzen von August dem Starken eine herausragende Rolle. Als kraftvoller Herrscher ließ er sich auf den Prägungen feiern. Doch im Nordischen Krieg musste er eine Niederlage nasch der anderen einstecken. Schwedens König Karl XII. zwang ihn 1706 im Frieden von Altranstädt, die polnische Krone an Stanislaus I. Leszcynski zu übergeben, einen Schützling des schwedischen Königs. Nur seinen Titel als König durfte er behalten: "Auf sächsischen Münzen aus der Zeit zwischen 1708 und 1710 wird dies durch das gekrönte Monogramm AR für Augustus Rex dokumentiert."



August der Starke

Goldabschlag von den Stempeln des 32-Groschen-Stückes (1708-1710)

Bildquelle: Künker, Auktion 275, Los 4887

Zuschlag: 65.000 Euro


Die belgische Monarchie im Münzbild behandelt ein Artikel von Andreas Raffeiner. Belgien wurde im Jahr 1830 nach einer revolutionären Bewegung von den Vereinigten Niederlanden unabhängig. Nachdem der Widerstand gegen die niederländische Herrschaft von Erfolg gekrönt war, wählten die Belgier den Prinzen Leopold aus dem deutschen Herrschergeschlecht Sachsen-Coburg-Saalfeld, seit 1826 Sachsen-Coburg und Gotha, als ihren ersten König. Ein Jahr später erschienen belgische Münzen: "Die ersten Ausgaben waren vor allem Silber- und Kupfermünzen, die sowohl als Zahlungsmittel als auch als Zeichen der nationalen Einheit fungierten. Der König war auf den Münzen in einem ernsten, beinahe schon majestätischen Porträt dargestellt, das die Stabilität und Autorität verkörperte, die er für das junge Königreich begehrte."


Katharina die Große (1729-1796)

Bildquelle: Wikimedia, Kunsthistorisches Museum


Die falschen Dukaten der Zarin ist ein Artikel überschrieben, der die Fälschung niederländischer Dukaten durch Katharina die Große behandelt. Die niederländischen Dukaten mit demm stehenden Ritter waren seit dem 17. Jahrhundert im Ostseeraum, besonders in Polen und in Russland, so beliebt, dass sie schon bald nachgeahmt wurden. Als russische Truppen 1768 in Polen-Litauen einrückten, wurde Geld gebraucht, viel Geld, überdies in der passenden Währung: "Der russische Numismatiker Iwan Spasski fand heraus, dass Katharina II. einen Ukas über holländische Goldprägungen, die als Lobantschiki bezeichnet wurden, erlassen hatte. Im Münzhof erhielten sich eine Vielzahl Stempel der Lobantschiki bis 1849, aber erst mit dem Jahr 1768 beginnend."


Weiter in der aktuellen Ausgabe:


  • Deutschland: 100-Euro-Sondermünze "Die Judenbuche"

  • Goldpreis rauf und runter - eine Meinung der Redaktion

  • Die Welt im Geld – Eine Ausstellung in Frankfurt (29.04.2026 - 31.01.2027)

  • Serie "Die Rolle des Goldes in der griechischen Antike", Teil 2

  • Serie "Monarchinnen subsahara-afrikanischer Staaten im Münzbild", Teil 2: Königinmütter

  • Neue Schweizer Banknoten

  • Serie "Memento Memori" Zum Sammelgebiet Begräbnismünzen, Teil 3: 18. Jahrhundert

  • Numismatik@Munich Show

  • Serie "Schatzsucher", Teil 69: Das Kryptogramm des Piraten

  • Münzgeschichten: Gebührenordnung Ärzte (GOÄ)

  • Die Welt der Münzen: Französisch-Polynesien (Tahiti)

  • Frisch aus der Presse: Münz-Neuheiten aus aller Welt

  • Terminkalender für numismatische Veranstaltungen

  • Kleinanzeigenmarkt (Kleinanzeigenauftragsformular jetzt auch online möglich!)

  • 48 Seiten Bewertungen: Deutschland (Weimarer Republik, Drittes Reich, Deutschland unter alliierter Besatzung, BRD, DDR, Euro-Sonder- und Gedenkmünzen, 2-Euro-Sondermünzen), Euro-Münzen Andorra bis Litauen, 2-Euro-Sondermünzen Andorra bis Zypern.


Eine Leseprobe der neuen MünzenRevue und die Möglichkeit, das Heft zu bestellen, finden Sie hier.



Passend zur Titelgeschichte der MünzenRevue ist gerade Die Münzen Augusts des Starken von Helmut Kahnt in einer 2. überarbeiteten und erweiterten Auflage erschienen. Im Klappentext heißt es: "Das Interesse der Sammler an den Münzen des sächsischen Kurfürsten und Königs von Polen August des Starken ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Für besondere Raritäten melden offenbar auch Anleger Interesse an, wie entsprechende Auktionszuschläge nahe legen. Das hat zu erheblichen Änderungen im Preisgefüge für Münzen von August dem Starken geführt. Die in der 1. Auflage des im Jahr 2009 erschienen Katalogs zu den Münzen Augusts des Starken aufgeführten Preise entsprechen daher nicht mehr dem tatsächlichen Preisgefüge. Daraus resultiert einer der Gründe für eine 2. überarbeitete und erweiterte Auflage dieses Katalogs. Ein weiterer Grund ist darin zu sehen, dass Jahrgänge und Münztypern im Münzhandel und bei Sammlern aufgetaucht sind, die bei Erscheinen der 1. Auflage noch völlig unbekannt waren."


Eine Leseprobe aus dem Buch und die Möglichkeit, es zu bestellen, finden Sie hier.


Dietmar Kreutzer



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