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Sonderausstellung im Geldmuseum der OeNB

Geld verbindet die Welt. Zahlungsmittel wurden seit Anbeginn auch dazu verwendet, um Botschaften zu vermitteln. Bis heute gehören Münzen und Banknoten daher zu den „Visitenkarten“ eines Landes. Sie können gleichermaßen der Abgrenzung wie der Integration dienen. Die Auswahl von Motiven, Stückelungen und Währungsbezeichnungen verrät viel über die Eigensicht eines Landes und noch mehr über historische sowie gegenwärtige Verbindungen zu anderen Staaten. Diesem Thema widmet sich eine Sonderausstellung im Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), die bis zum 31. Juli 2018 zu sehen ist.

Dynastische Verbindungen spiegeln sich auf Münzen wider, ebenso Machtansprüche und Wirtschaftsbeziehungen. Münz- und Währungsbezeichnungen können so oftmals Hinweise auf historische und wirtschaftliche Beziehungen liefern, die uns heute oft gar nicht mehr bewusst sind. Ein gutes Beispiel dafür sind die Reiterguldiner Kaiser Maximilians I. Der Kaiser wollte mit diesen Münzen seine Machtansprüche in Europa sichtbar machen. Zum ersten Mal erscheint hier die Bezeichnung Europa auf einer Münze.

Die engste monetäre Verflechtung brachten und bringen aber Münz- und Währungsunionen. Zugunsten wirtschaftlicher Vorteile für alle wird hier eine gemeinsame Geldpolitik gemacht. Dies war schon bei den von Maria Theresia eingeführten Konventionsmünzen so. Aus dieser Epoche ist der Maria-Theresien-Taler besonders hervorzuheben, weil er in vielen Ländern – teilweise sogar bis in die 1940er-Jahre – als werthaltig und umlauffähig galt. In der Sonderausstellung ist beispielsweise ein Konventionstaler von 1767 zu sehen, der mit dem indonesischen Gegenstempel „Stern von Madura“ versehen ist.

Noch deutlicher tritt der integrative Charakter des Geldes aber bei der Europäischen Einheitswährung hervor. Zum 15. Jahrestag der Euro-Bargeldeinführung wurde daher ein Ausstellungsschwerpunkt dem Euro und seiner Vorgeschichte gewidmet.

Die erstmals ausschließlich mit Objekten aus der hauseigenen Sammlung bestückte Schau umfasst rund 150 Exponate von der Spätantike bis heute.

Ausstellungsdauer:​​

​​bis 31. Juli 2018

Di. und Mi.: 9.30–15.30 Uhr

Do.: 9.30–17.30 Uhr

Fr.: 9.30–13.30 Uhr

Sa.–Mo. geschlossen

Eintritt frei

Führungen kostenlos​​

Adresse:

Oesterreichische Nationalbank, Geldmuseum, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien

Weitere Informationen bzw. Fotos unter www.geldmuseum.at bzw. geldmuseum@oenb.at, Tel: (+43-1) 404 20-9222.

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