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Österreich: Hilde Loewe-Flatter, Musikerin, aus der Serie „Heimat großer Töchter“

Am 28. Januar 2026 emittierte Österreich die vierte Münze der Serie „Heimat großer Töchter“. Die Münze ist der Musikerin Hilde Loewe-Flatter (1895–1976) gewidmet. Mit dem Chanson „Das alte Lied“ verzauberte Hilde Loewe 1927 die Welt. Da die Musikerin das Lied unter dem Pseudonym Henry Love komponiert hatte, wusste kaum jemand, dass es eigentlich von einer Frau stammte. Stars wie Richard Tauber, Marlene Dietrich und Hildegard Knef machten das Lied schließlich berühmt. Sie selbst interpretierte es 1949 als Pianistin zusammen mit dem Tenor Rudolf Schock, anlässlich eines Konzerts zum 200. Geburtstag von J. W. von Goethe.


Doch Hilde Loewe war schon nach dem I. Weltkrieg eine der gefragtesten Klavierbegleiterinnen gewesen, die mühelos zwischen ernster Musik und leichter Muse wechseln konnte. Ihre charmanten, melodiösen Werke, die sie auch selbst komponierte, tragen zudem eindeutig Wiener Flair. 1934 heiratete sie den Bühnenbildner Otto Flatter. Später emigrierten sie zusammen nach England, wo sie 1947 auch die britische Staatsbürgerschaft erhielt und bis in hohe Alter als Pianistin und Musikpädagogin tätig war.

50 Euro, Gold 986/1000, 7,89 g, 22 mm, glatter Rand, Auflage: 20.000 in PP,

Künstler: Kathrin Kuntner, Helmut Andexlinger; Münzstätte: Münze Österreich AG, Wien.


Die Münzvorderseite zeigt ein in Gedanken versunkenes Profil der Hilde Loewe-Flatter und nennt ihren Namen, die Staatsbezeichnung, den Nominalwert und das Emissionsjahr. Auf der Rückseite sehen wir eine Klavierspielerin, die uns direkt anschaut. Ihr Gesicht ist aber nicht ganz zu sehen, da sich vor ihre rechte Gesichtshälfte eine „leere Fläche“ geschoben hat, von der sich die Maske eines Mannes mit Schnurrbart abhebt. Diese Maske, so die Münze Österreich, steht für Henry Love, den pseudonymen Charakter, unter dem Hilde Loewe als Komponistin publizierte.


Michael Kurt Sonntag

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