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Zürich & Winterthur: Numismatische Reisereportage aus der Schweiz

Aktualisiert: vor 10 Stunden

Mit drei Schweizer Protagonisten der Szene hatte ich mich zum Gespräch verabredet. So brach ich vor einigen Tagen von Berlin nach Zürich auf. Beim Umsteigen am Flughafen in die örtliche S-Bahn tauschte ich Franken ein. Da waren sie also, die traditionsreichen Münzen, seit über 100 Jahren unverändert.



Sogar die großformatigen Fünf-Franken-Stücken kursieren noch! Im Landesmuseum schaute ich mir noch am gleichen Abend die erste gemeinschaftliche Münzserie aus dem Jahr 1850 an, die nach dem Übergang des Münzrechts von den Kantonen an die Eidgenossenschaft erschien.




Zürich ist einer der wichtigsten Goldmärkte weltweit. Schweizer Banken verfügen über Raffinerien, in denen ein Großteil der weltweiten Goldförderung zu Barren verarbeitet wird. Im Official City Guide sind wichtige Händler verzeichnet. Ich wollte SINCONA und die Münzhandlung Dieterich besuchen.



Am nächsten Vormittag traf ich Dr. Ruedi Kunzmann vom Auktionshaus SINCONA zum Interview. Im Beyer-Uhrenmuseum in der Bahnhofstraße sah ich eine Taschenuhr, die in ein goldenes 100-Franken-Stück aus dem Jahr 1925 eingebaut war. Was für ein Raubbau an einer derart seltenen Münze!



In einer Sonderausstellung des Zürcher Finanzmuseums war ich erstaunt, wie viele Gemeinsamkeiten der Kunst- und Münzenmarkt hinsichtlich gefragter Raritäten haben. Der nächste Tag begann mit einer Bahnfahrt nach Winterthur, wo ich Til Horna von Leu Numismatik traf. Vor einiger Zeit war er leitender Redakteur von Münzen-Online. Er zeigte mir einige herausragende Stücke der nächsten Leu-Auktion.



Im Münzkabinett Winterthur, untergebracht in einer beeindruckenden Fabrikantenvilla, schaute ich mir die aktuelle Sonderausstellung Münzbelustigungen: Goethes Reise nach Winterthur an. Zurück in Zürich, besuchte ich die Münzhandlung Dietrich. Der Inhaber berichtete, dass all sein Anlage-Silber im Januar ausverkauft war. Spekulanten hatten kurz vor dem Absturz noch auf weitere Kursgewinne gesetzt! Ich kaufte ein silbernes Fünf-Franken-Stück des Jahrgangs 1966. Als Wechselgeld bekam ich ein modernes Fünf-Franken-Stück aus Kupfer-Nickel heraus. Auf dem untenstehenden Foto ist kaum erkennbar, welches das historische Silberstück und welches das aktuelle Wechselgeld ist. Wissen Sie es?



Der Leser, der als erster die richtige Lösung an info@muenzen-online.com schickt, bekommt die Silbermünze zugeschickt! Am letzten Tag meines Aufenthaltes besuchte ich das Money Museum in den Bergen jenseits der Limmat Im Interview erläuterte der Gründer Dr. Jürg Conzett, was ihn gerade umtreibt. Ursprünglich waren es Münzen, heute ist es vordergründig die Geldtheorie.



Seine Mitarbeiterin Ursula Kohler führte durch die Räume des Museums, das sowohl Vorformen der Münzgeschichte als auch bibliophile Bücher zeigt. Es will ein Diskussionsforum sein. Die Interviews mit Dr. Ruedi Kunzmann, Til Horna und Dr. Jürg Conzett werden hier in Kürze online gehen!


Text und Fotos: Dietmar Kreutzer

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