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Vorbericht zur 437. und 438. Auktion Dr. Busso Peus Nachf. vom 24. bis 26. April 2024

Unsere Frühjahrsauktion (437) beginnt am 24. April mit einem besonders breiten Spektrum antiker Münzen. Das Verhältnis von griechischen und römischen Prägungen ist sehr ausgewogen, auch ist die Bandbreite von günstigen griechischen Bronzen bis hin zu Aurei in hoher Qualität und von erlesener Provenienz groß. Besonders hervorzuheben ist, neben einigen sowohl raren als auch historisch bedeutenden Einzelstücken, eine kleine, aber exquisite Sammlung von Goldmünzen aus der antiken Prägestätte Trier.

Insel Kreta, Hyrtakina. Drachme um 300 v Chr. Kabinettstönung, sehr selten. Sehr schön – vorzüglich 3.000€.

Ptolemaios V. Epiphanes. Goldoktodrachme 193/192 v. Chr., Paphos. Sehr selten. Sehr schön – vorzüglich 7.500€.

Diocletianus. Aureus 294, Trier. Selten. Vorzüglich 12.500€.


Magnentius für Decentius. Solidus 353, Trier. Sehr selten. Sehr schön 7.500€.


Im weiteren Verlauf werden eine Spezialsammlung von Silbermedaillen des Medailleurs Karl Goetz (ca. 190 Lose), von Frankfurt (ca. 200 Lose) sowie eine wegen ihrer Raritäten bedeutende Sammlung Württembergischer Münzen angeboten. Natürlich finden sich auch in allen anderen Gebieten des In- und Auslands vom Mittelalter bis zur jüngsten Vergangenheit zahlreiche Perlen, so dass sich ein ausgewogener Universalkatalog dem Interessenten präsentiert.

RDR. Maximilian I., 1508-1519. Guldiner 1479 (nach 1511), zur Erinnerung an die Hochzeit mit Maria von Burgund. Äußerst selten. Sehr schön 30.000€.

Jülich, Herzogtum. Wilhelm II., 1361-1393 Goldgulden o. J., Düren. Äußerst selten. Vorzüglich 20.000€.

Württemberg, Königreich. Friedrich I., 1806-1816, seit 1797 Herzog, seit 1803 Kurfürst, Karolin 1810, Stuttgart. Äußerst selten. Vorzüglich / Stempelglanz 10.000€.

Deutsch-Neuguinea. 20 Mark 1895. Prachtexemplar. Vorzüglich / Stempelglanz 35.000€.


Einen numismatischen Leckerbissen dürfen wir unserer geschätzten Kundschaft mit der Sammlung Rudolf Hoesch, Tiere und Jagd anbieten, die in einem separaten Auktionskatalog (438) präsentiert wird, um der kulturhistorischen Bedeutung dieser Spezialsammlung gerecht zu werden. Die Sammlung beginnt mit 167 Stücken aus der Antike, darunter eine hübsche Strecke von Kaulonia, ein seltener Nominalsatz Mithradates‘ VI. von Pontos und fünf Kontorniaten. Die Antikenpartie besticht besonders durch teils hervorragende Provenienzen (u.a. Apostolo Zeno, 1668-1750) und die Tatsache, dass es sich vielfach um in der Spezialliteratur publizierte Exemplare handelt.

Sachsen, Kurfürstentum. Johann Georg I., Kurfürst, und August, Reichstaler 1611, Dresden, auf den Regierungsantritt Johann Georgs, sogenannter Affentaler. Sehr selten. Sehr schön 15.000€.


Auch die Münzen des Mittelalters und der Neuzeit besitzen teilweise weit zurückreichende Provenienzen. Viele sind seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Markt gewesen. Der Sammler hat auf allen Gebieten mit Sachverstand und auch mit dem nötigen finanziellen Aufwand gesammelt. Die fünfstellig getaxten Münzen und Medaillen, zum Teil großformatig aus Gold und Silber, sind hier gar nicht aufzuzählen. Rudolf Hoesch sah weit über den heimatlichen Tellerrand hinaus und sammelte mit gleicher Begeisterung europäische wie überseeische Münzen aus vielen Jahrhunderten. Unter den deutschen Münzen hatten es ihm die Münzen der Grafen von Stolberg mit dem Bild des Hirsches als Inbegriff des Jagdwildes angetan. Hier findet sich eine mit über 170 Einzellosen ungewöhnlich umfangreiche Sammlung von der Brakteatenzeit bis zum Ende der Prägetätigkeit. Manche dieser Münzen stammen noch aus der Slg. Friederich, der Sammlung des Experten schlechthin, und sind seitdem im Handel nicht mehr aufgetaucht.

Stolberg, Grafschaft. Wolfgang Georg, 1615-1631 Dicker doppelter Reichstaler 1624, Stolberg. Äußerst selten. Fast vorzüglich 20.000€.


Dr. Busso Peus Nachf.

Bornwiesenweg 34

60322 Frankfurt

Tel. 069/9596620

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