Numismatiker sammeln „Blutgeld“ für iranische Todeskandidatin: Liebenstein-Gesellschaft koordiniert Spendenaktion
- Liebenstein-Gesellschaft e.V.
- vor 2 Tagen
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Eine außergewöhnliche internationale Solidaritätsaktion rettete das Leben der jungen Iranerin Goli Kouhkan. Auch dank eines Engagements mehrerer deutscher Münzhändler und der Koordination durch die Liebenstein-Gesellschaft konnte die drohende Hinrichtung abgewendet werden.

Die heute 25-jährige Frau aus Belutschistan (Iran) war nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) im Alter von 12 Jahren zur Heirat mit ihrem Cousin gezwungen worden, mit dem sie ein Jahr später einen Sohn bekam. Nach Jahren häuslicher Gewalt sei es zu einem tödlichen Streit gekommen, in dessen Folge Goli Kouhkan wegen „vorsätzlichen Mordes“ zu Qisas (Vergeltung in gleicher Weise) verurteilt wurde. Das iranische Gesetz sieht in solchen Fällen vor, dass die Familie des Opfers zwischen Hinrichtung, Blutgeld („Diya“) oder Vergebung wählen kann. Nach sieben Jahren Haft erklärte sich die Familie des Opfers bereit, auf die Hinrichtung zu verzichten, sofern das Blutgeld in Höhe von 100.000 Euro gezahlt wird.
Daraufhin initiierten mehrere Münzhändler mit Unterstützung der Liebenstein-Gesellschaft Koblenz eine Solidaritätsaktion. Mit Spenden der Häuser WAG Udo Gans, Fritz Rudolf Künker, Gerd Martin Forneck, Heidelberger Münzhandlung, Sincona und Münzgalerie München konnte innerhalb kurzer Zeit eine fünfstellige Summe gesammelt werden. Die in diesem Bereich langjährig erfahrene Liebenstein-Gesellschaft übernahm neben dem eigenen Beitrag auch die Organisation und internationale Abwicklung. So konnte mit weiteren Spendeninitiativen die mittlerweile reduzierte Forderung beglichen und die Freilassung der jungen Frau und Mutter erreicht werden. Überzählige Spenden sollen ihr den Start in ein neues Leben ermöglichen.
Die Liebenstein-Gesellschaft dankte im Anschluss allen Unterstützern für ihren Einsatz und ihre Großzügigkeit bei der erfolgreichen Rettung von Goli Kouhkan. Der gemeinnützige Verein engagiert sich neben solchen sozialen Projekten auch in der Münzfundpflege (u.a. mit der Publikationsreihe „MFRP“ im NNB) und ist dafür in der Numismatischen Kommission der Länder vertreten.




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