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Norbert Nebes: Das Orientalische Münzkabinett und die Alphons-Stübel-Sammlung


Norbert Nebes (Hrsg.), Das Orientalische Münzkabinett und die Alphons-Stübel-Sammlung früher Orientphotographien. Orientalische Sammlungen der Universität Jena, 96 Seiten, farbige Abbildungen, Klebebindebroschur, Format 17 cm x 24 cm, Wiesbaden 2019. ISBN: 978-3-447-11182-9.


Die anzuzeigende Broschur erschien als Band 9 der Jenaer Beiträge zum Vorderen Orient. Neue Publikationen zur islamischen Numismatik sind in Deutschland relativ selten zu entdecken, so daß allein deshalb diese Broschur zu begrüßen ist. Es wäre aber ungerecht, nur darin ein Verdienst der Publikation zu sehen. Die Aufbereitung der Geschichte des Orientalischen Münzkabinetts Jena durch Stefan Heidemann ist ja keine trockene Aufzählung, sondern führt mit Hilfe sehr gut erläuterter Abbildungen mit vielen Informationen generell in die islamische Numismatik ein.


Natürlich wird auch die Entstehung und Bedeutung des Orientalischen Münzkabinetts der Universität Jena ausführlich gewürdigt. In der Einführung hebt der Herausgeber ausdrücklich hervor, „dass die orientalische Münzsamlung in Jena mit ihrem umfangreichen Bestand mittlerweile als international bedeutendes Instrument der historischen Forschung wieder erstanden ist, wird Prof. Dr. Stefan Heidemann, Hamburg, verdankt, der in seiner Jenaer Zeit mit großer Energie und ebensolchem Erfolg die wissenschaftliche Rehabilitierung der Sammlung betrieben hat. In seinem Beitrag gibt er einen Überblick über die Geschichte der Sammlung und einen Einblick in ihre Bestände, mit deren schrittweiser Digitalisierung in den letzten Jahren das Orientalische Münzkabinett Jena nicht nur als historisches Forschungselement, sondern auch archivalisch weltweit zugänglich wird.“


Im zweiten Teil der Broschur wird eine Auswahl historischer Orient-Fotografien aus dem Be- stand von rund 600 großformatigen Originalabzügen vorgestellt, die der Forscher Alphons Stübel (gest. 1904) von seinen drei Orient-Reisen mitgebracht oder später erworben hat. Sie stammen aus Ägypten Syrien, Palästina und der Arabischen Halbinsel. Die 1924 in den Besitz der Universität Jena gelangte Schausammlung stellt eine einzigartige kulturhistorische Quelle für den Vorderen Orient in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar.