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money-trend insolvent

Aktualisiert: Apr 29


Nach der Insolvenz des F+W-Verlags im April letzten Jahres, zu dem auch der US-amerikanische Krause-Verlag gehörte, der u.a. die Standardwerke „World Coins“ und „World Paper Money“ publizierte, sowie den aktuell und noch für kaum absehbare Zeit der Corona-Krise zum Opfer gefallenen und fallenden Münz- und Geldscheinbörsen, erreicht die numismatische Fachwelt eine neue Hiobsbotschaft.


Laut Information des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) vom 22. April 2020 kann die Moneytrend Verlag Gesellschaft m.b.H. ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Handelsgericht Wien wurde ein Konkursverfahren eröffnet.Die Fachzeitschrift „money trend“ erschien erstmals 1969 in der Schweiz. 1996 übernahm sie der engagierte Verleger Gerd-Volker Weege aus Wien, der schon in seiner Schulzeit eine eigene Zeitung gründete und seit seiner Jugend ein leidenschaftlicher Numismatiker war. Neben der „money trend“ erschienen so auch immer mehr numismatische Fachbücher im Verlag. Im Mai 2018 starb Gerd-Volker Weege. Seither wurde der Verlag durch die nächste Generation fortgeführt.


Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift in ihrem 52. Jahrgang für den April 2020 wird nun wohl auch die letzte Ausgabe bleiben. Die Zahl der Abonnenten entwickelte sich in den letzten Jahren rückläufig, sodass die Zeitschrift schwerlich wirtschaftlich erfolgreich fortgeführt werden konnte. Nun muss sich ein Insolvenz-Verwalter um die Abwicklung des Verlags kümmern. Die Leserinnen und Leser und die gesamte Branche verlieren mit der „moneytrend“ ein international renommiertes Magazin für Münzen und Papiergeld, das ganz wesentlich durch Gerd-Volker Weege geprägt wurde, der ein leidenschaftlicher Verfechter des gedruckten Wortes war, aber auch neue digitale Möglichkeiten verfolgte.


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