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Lexikon: Denier

Französische Bezeichnung für den Denar (lat. denarius). Nach dem Aussterben der Karolinger (987) wurde der Denier von der Dynastie der Capetinger (987 bis 1328) und verschiedenen Dynasten weitergeprägt. Feingehalt der ältesten Deniers unter Hugo Capet (987– 996) 833⁄1000 fein bei einem Gewicht von 1,2 bis 1,3 g; seit Mitte des 11. Jh. pfundige Ausbringung mit 240 Stück auf die feine Mark. Der ursprünglich hauptsächlich in Paris geprägte Denier erhielt unter Philipp II. August (1180 – 1223) einen großen Geltungsbereich, der sich auf den ganzen Norden Frankreichs und einige Zentralprovinzen erstreckte. Gepräge: seit Ludwig VI. (1108 bis 1137) Vs.-Aufschrift "FRA/NCO"(rum rex) oder "FRA/ON" [in zwei Zeilen], Rs. Kreuz. In gleicher Weise ließ Heinrich (Henry) IV. von England (1422 – 1461, 1470 – 1471) den Denier in Paris prägen. Zudem Kupfermünze zu 1 Denier, die während des Siebenjährigen Kriegs (1756–1763) 1758 im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel (Münzstätte Braunschweig) als Ausgleichsmünze für die französischen Besatzungstruppen geschlagen wurde: Vs.-Aufschrift: "I/DENIER HZ.BR.LU.L.M.", Rs.- Aufschrift: "13 EINEN MATTIER 1758".

Frankreich, Robert II. (996-1031), Denier, Silber, 1,29 g, 22 mm, Duplessy Nr. 4. Bildquelle: https://ikmk.smb.museum/object?lang=de&id=18205208.


Aus: Helmut Kahnt: „Das große Münzlexikon

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