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Die Welt im Geld: Sonderausstellung im Historischen Museum Frankfurt

Sonderausstellung im Historischen Museum Frankfurt

30.04.2026 – 31.01.2027


Geld ist weit mehr als nur Zahlungsmittel – es ist Speicher von Geschichte, Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen und Ausdruck weltweiter Verflechtungen. Mit einem Blick auf Frankfurter Sammlungsobjekte eröffnet die Ausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ neue Perspektiven auf Globalgeschichte – überraschend, materiell greifbar und voller unerwarteter Zusammenhänge.

Ausstellungsplakat


In zwölf Kapiteln entfaltet sich ein Panorama von frühen Handelsnetzwerken über Kolonialgeschichte und technologische Neuerungen bis hin zu aktuellen Fragen von Deglobalisierung und Lieferketten. Die Leitlinie ist stets: Wie wird Weltgeschichte in Finanzobjekten sichtbar? So kann eine Medaille die Folgen eines indonesischen Vulkanausbruchs aufzeigen, eine unscheinbare Aktie den Kolonialhandel des 19.

Jahrhunderts veranschaulichen oder eine Kreditkarte die ökologischen Bewegungen der 1970er Jahre spiegeln.

Fernhandel und Kreditgeschäfte der Kirche:

Porträt des Kardinal Albrecht von Brandenburg von Simon Franck (1543)

Bildquelle: Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

Foto: Marcel Schaw


Frankfurt steht dabei im Zentrum: als mittelalterlicher Messeplatz, als Ort kaiserlicher Krönungen, als Finanz- und Börsenstadt, als Standort des größten deutschen Flughafens und als globaler Internetknotenpunkt. Die Ausstellung zeigt die überregionalen und sogar weltweiten Beziehungen der Stadt, die die Entwicklung Frankfurts eben auch geprägt haben. Der erzählerische Bogen reicht vom Kauri-Geld über die Seidenstraße, den Buchdruck und die Eisenbahn bis hin zu Krisen, Revolutionen und aktuellen Debatten um Klimawandel und Migrationsbewegungen. Dabei verbindet die Ausstellung historische Tiefe mit Gegenwartsfragen: Wie ist Frankfurt in globalen Netzwerken von gestern und heute verortet? Welche Ereignisse, welche Entwicklungen, Visionen und Herausforderungen prägen die Welt im Geld?

Christina Bach

Kuratorin der Ausstellung "Die Welt im Geld"

Bildquelle: hr2 KULTUR

Highlights:


Die Ausstellung lädt zum Staunen und Hinterfragen ein. Sie rückt scheinbar vertraute Objekte in ein neues Licht, macht globale Dynamiken sinnlich erfahrbar: Numismatische Leitobjekte werden als 3D-Drucke zum Anfassen vergrößert. Reels als eine gängiges Medienformat verdichten komplexe Verflechtungen, während Karten mit Aha-Momenten als Überraschung zum Mitnehmen bereitstehen. „Die Welt im Geld“ zeigt: In jedem Frankfurts Finanzobjekt steckt ein Stück Weltgeschichte.

Pestmedaille (1635)

Teuerungsmedaille (1817)

Bildquelle: HMF

Kurz und knapp


Vom Kauri-Geld über koloniale Aktien bis hin zur Kreditkarte: Die Sonderausstellung „Die Welt im Geld“ im Historischen Museum Frankfurt zeigt ab dem 30. April 2026, wie sich Weltgeschichte in scheinbar unscheinbaren Finanzobjekten widerspiegelt. Globale Ereignisse – Kriege, Klimakatastrophen, technologische Umbrüche – werden durch Frankfurter Sammlungsstücke überraschend greifbar.


Frankfurt als Ort internationaler Beziehungen, bildet den roten Faden der Ausstellung. Ob als Messeplatz, Börsen- und Finanzzentrum oder heutiger Standort des größten Internetknotens der Welt.


Die Ausstellung lädt zum Staunen und Umdenken ein: Jedes Objekt eröffnet ein neues Kapitel globaler Geschichten und stellt die Frage, wie sich lokale Ereignisse und globale Prozesse gegenseitig beeinflussen.

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