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Die Münzen Augusts des Starken von Helmut Kahnt

Der Battenberg Verlag hat in den zurückliegenden Jahren eine Reihe von Katalogen zu sächsischen Münzen herausgebracht. Als im Jahr 2009 der Band Die Münzen Augusts des Starken zum ersten Mal herauskam, hieß es: "Wegen der in dieser Reihe noch vorhandenen Lücken ist der Autor häufig angesoprochen worden und wurde damit immer wieder sehr deutlich auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Katalogreihe fortzusetzen. Nach umfangreichen Recherchen in öffentlichen und privaten Sammlungen kann diese beliebte Reihe nunmehr mit einem weiteren albertinischen Herrscher fortgeführt werden, dessen Münzen zu einem besonders attraktiven Bereich der sächsisch-albertinischen Numismatik zählen, mit Kurfürst Friedrich August I., bekannt als August der Starke (1694-1733)." Nach 17 Jahren ist nun eine zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage herausgekommen, deren Erscheinen mit dem gestiegenen Interesse an Raritäten und damit einem veränderten Preisgefüge für Münzen von August dem starken begründet wird. Zudem sind Jahrgänge und Münztypen im Münzhandel und bei Sammlern aufgetaucht, die bei Erscheinen der 1. Auflage noch völlig unbekannt waren. Allein drei bislang unbekannte Fünf-Dukaten-Stücke wurden nachträglich in den Katalog aufgenommen. Eines hat es auf den Titel des Buches geschafft.


Helmut Kahnt:

Die Münzen Augusts des Starken

Battenberg Verlag, 2. Auflage, 2026

ISBN 978-3-86646-275-5

Preis: 49 Euro


Der Katalog startet mit den Goldmünzen, den zehnfachen Dukaten, von denen das Exemplar Nummer 5 zuletzt für 85.000 Euro zugeschlagen wurde. Das danach eingestellte Stück mit der Nummer 6 ist ein achtfacher Dukat, der bei Künker im Februar 2023 sogar für 150.000 Euro versteigert wurde. Und es kommt noch besser. Der sechsfacher Dukat mit der Nummer 9 konnte im Januar 2021 für 220.000 Euro zugeschlagen werden. Bei den Silbermünzen, die ab Seite 94 des Kataloges aufgeführt sind, können keine Preisrekorde in solcher Höhe vermeldet werden. Aber auch hier sind die Zuschläge beachtlich, insbesondere in letzter Zeit. Ein dreifacher Taler mit der Nummer 95 ist in der 104. Leipziger Auktion vom April 2024 für 45.000 Euro versteigert worden. Ein zweifacher Taler wurde im November 2024 für 20.000 Euro zugeschlagen. Bei den einfachen Talern wird die Liste unter Nummer 107 durch ein „Kabinettstück vom Erstabschlag" angeführt, das im Mai 2025 für 26.000 Euro versteigert wurde. In der dritte Abteilung des Kataloges sind die Gedenkmünzen aufgeführt. Hier sticht ein zehnfacher Dukat auf das Vikariat heraus, der unter der Nummer 273 geführt wird. Er wurde im Januar 2021 für 220.000 Euro zugeschlagen. Die darauf folgenden Abteilungen mit Prägungen für Polen, Litauen, Danzig und Elbing umfassen nur wenige Typen.

Kurfürstentum Sachsen, August der Starke, Dukat, 1711, Dresden, Kahnt 281, Zuschlag: 2.600 Euro

Bildquelle: Künker, Auktion 409, Juni 2024, Los 2272

Die sächsischen Kleinmünztypen unter August dem Starken sind im Katalog ebenfalls aufgeführt. Zu diesem Thema erschienen mehrere Kataloge des Numismatikers Manfred Nitzsche. Nitzsches Arbeiten bilden etwa alle ihm bekannten Pfennig- und Dreiervarianten vergrößert ab, wodurch eine Bestimmung auch im Detail ermöglicht wird.


Dietmar Kreutzer

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