Der jugendliche Kaiser als „Titelboy“ der MünzenRevue im September

Zehn Tage nach seinem Regierungsantritt präsentierte sich Kaiser Wilhelm II. erstmals mit großem Prunk der Öffentlichkeit. Zur Eröffnung des Reichstages am 25. Juni 1888 erschien er in einer Generalsuniform des Garde-du-Corps. Blickfang war ein von ihm entworfener roter Umhang nach dem Vorbild des Schwarzen Ordens. In seiner Thronrede versprach er, Frieden zu halten. Das gestärkte, von ihm außerordentlich geschätzte Militär diene lediglich der Verteidigung: "Diese Stärke zu Angriffskriegen zu benutzen, liegt mir fern. Deutschland bedarf weder neuen Kriegsruhms noch irgendwelcher Eroberungen, nachdem es sich die Berechtigung, als einige und unabhängige Nation zu bestehen, endgültig erkämpft hat." Der Enthusiasmus, mit dem sich Wilhelm II. in die Regierungsgeschäfte stürzte, zeigt sich auch auf den Münzen des Reiches. Lesen Sie die Titelgeschichte Der Regierungsantritt von Kaiser Wilhelm II. in der neuen MünzenRevue!
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Reichstagseröffnung 1888
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Zugleich erschien die neue Ausgabe der Münzen & Sammeln. Chefredakteur Helmut Kahn fragt im Vorwort: „Wird es ein Goldverbot geben? Ganz pauschal kann man da sicher Entwarnung geben. Nach Meinung vieler „Experten“, wie die Auguren heute heißen, ist mit einem allgemeinenen Verbot von privaten Goldbesitz in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Die Sorgen resultieren aus der historischen Erfahrung mit Goldverboten. (...) Ein Goldverbot mag in der Vergangenheit Sinn gehabt haben, um wirtschaftliche oder währungspolitische Ziele zu erreichen. Gegenwärtig lassen die globalisierten Finanzmärkte, demokratische Strukturen und die Bedeutung von Gold als privater Vermögensschutz ein Goldverbot äußerst unwahrscheinlich erscheinen. Goldkäufer können beruhigt sein, das Risiko eines Goldverbots ist minimal – nicht aber steuerliche Angriffe!“
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