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Bulgariens Euro-Umstellung: 94 Prozent der Lewa-Münzen und -Scheine eingesammelt


Der Übergang vom Lewa zum Euro in Bulgarien ist nahezu abgeschlossen. Bis zum Ende der regulären Umtauschfrist am 30. Juni 2026 gelang es der Bulgarischen Nationalbank (BNB), nahezu 95 Prozent des alten Bargeldumlaufs einzusammeln. Insgesamt wurden 29,4 Milliarden Lewa völlig reibungslos in die Gemeinschaftswährung umgetauscht. Im Gegenzug befinden sich inzwischen bereits 8,8 Milliarden Euro im Umlauf, was eine effiziente Versorgung der Wirtschaft und der Bevölkerung des südosteuropäischen Landes sichert.


Sitz der Bulgarischen Nationalbank in Sofia (Balgarska Narodna Banka)

Bildquelle: Wikipedia


Besonders der Rücklauf der Millionen von Münzen – von den kleinen Stotinki bis zu den 1- und 2-Lewa-Stücken – stellte das Finanzsystem vor eine logistische Mammutaufgabe. Der Transport und die Lagerung dieser tonnenschweren Metallmengen erforderten streng getaktete Werttransporte zu den Tresoren der Zentralbank. Um den enormen Ansturm von Bürgern und Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 ohne Verzögerungen zu bewältigen, liefen die automatisierten Zählmaschinen in den Bankfilialen im Dauerbetrieb.


1 Lev (Bulgarien, 2002, Kupfer-Nickel, Messing, 7 Gramm, 24 mm)

Bildquelle: numista


Derzeit befinden sich noch etwa 1,7 Milliarden Lewa außerhalb der BNB. Ein erheblicher Teil dieser verbleibenden Altbestände dürfte auf Hartgeld entfallen, das entweder als Urlaubssouvenir ins Ausland gewandert ist, im Alltag schlicht verloren ging oder vergessen in privaten Spardosen liegt. Während der kostenlose Pflichtumtausch bei den normalen Geschäftsbanken nun abgelaufen ist, können Nachzügler ihre alten Lewa-Münzen und -Scheine weiterhin zeitlich unbefristet direkt bei der Bulgarischen Nationalbank einreichen - oder für die Kinder und Enkel aufbewahren.


Andreas Raffeiner

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