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Aus öffentlichen Sammlungen: Tetradrachmen von Alexander dem Großen

Alexander wurde 356 v.u.Z. geboren, als Sohn des Makedonierkönigs Philipp II. und der Olympia, Tochter dem Molosserfürsten Neoptomelos. Er führte bereits mit 18 Jahren eine Schlacht als Feldherr an. Als sein Vater 336 v.u.Z. ermordet wurde, setzte Alexander als Haupt der Korinthischen Liga die vom Vater begonnenen Vorbereitungen für einen Krieg gegen die Perser fort und erweiterte in den. Folgejahren das Reich bis nach Asien. Ägypten gab sich 331 v.u.Z. kampflos geschlagen, und Alexander ließ sich zum Pharao krönen und zum. Gott erklären. Im Oktober 334 v.u.Z. begann er einen Feldzug gegen die Perser und marschierte in Mesopotamien ein. Er schlug den persischen König Darius III. in der Schlacht von Gaugamela, eröberte Babylon und die persischen Hauptstadt Persepolis. Beim Indien-Feldzug 327 v.u.Z. wurden erstmals Elefanten eingesetzt. Als sein Freund und Geliebter Hephaistion starb, verfiel Alexander dem Wahnsinn. Unmittelbar nach seinem Tod zerfiel das Reich.

Tetradrachme, Alexander der Große, Amphipolis, 336-323 v.u.Z., Silber, 17,1 Gramm, 25 mm)

Alexander ließ große Mengen an Gold-, Silber- und Bronzemünzen prägen. Das Bild auf der Vorderseite zeigt den jungen Herakles und seinen Spross Alexander den Großen zugleich: "Die Zeit des Hellenismus ist die der Entdeckung der Herrscherpersönlichkeit, die auf den Münzen zuerst in der Gestalt eines Gottes erscheint. Erst später werden die göttlichen Attribute weggelassen. So erscheint Alexanders Bild in dem Herajkleskopf auf der Vorderseite der Tetradrachmen. Die Apotheose, die Vergöttlichung, Alexanders wurde 324 v.Chr. von den Hellenen verlangt." (1) Der hellenische Glaube ging davon aus, dass derjenige unter den Sterblichen, der Übermenschliches leistet, den Göttern zur Seite zu stellen ist. Die Tetradrachmen aus Silber nach attischem Münzfuß zeigen auf der Vorderseite das Haupt des jungen Herakles im Löwenkopffell. Auf der Rückseite ist Zeus nach links sitzend abgebildet. Er hält einen Adler auf der ausgestreckten rechten Hand und stützt sich mit der linken auf ein langes Zepter.



Tetradrachme (Lysimachos, Mazedonien, 306-281 v.u.Z., Silber, 16,3 Gramm, 29 mm)


Nach dem Tod Alexanders im Jahr 323 v.u.Z. teilten seine Generäle das Reich auf und begannen sich zu bekriegen. Die neuen Könige prägten Münzen mit ihren Porträts. Die Attribute der Götter verschwanden nun von den Vorderseiten der Münzen. Die Persönlichkeit des Herrschers trat in den Vordergrund. Lysimachos, der König von Thrakien, verwendete als einer der wenigen das Münzbild von Alexander weiter: "Die Münzen Lysimachos, auf denen das Alexanderbild mit dem Ammonshorn erscheint, sind noch lange nach seinem Tode in griechischen Städten als Handeldsmünzen, vor allem für den Verkehr mit den Balkanvölkern, geprägt worden." (2) Auf der Rückseite ist anstelle von Zeus die Göttin Athena mit Schild und Speer abgebildet. Sie ist mit der Siegesgöttin Nike auf der ausgestreckten rechten Hand abgebildet. Die Münzinschrift nennt Lysimachos, König von Thrakien und Mazedonien. Die abgebildeten Münzen gehören zur Münzsammlung des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg.


Dietmar Kreutzer



Quellenangabe:

(1) Arthur Suhle: Die Münze; Leipzig 1970, S. 28

(2) Ebenda, S. 32

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