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Aus privaten Sammlungen: Guatemala, 20 Pesos, 1869

Nach der Loslösung aus der Zentralamerikanischen Konföderation im Jahr 1839 proklamierte sich Guatemala im Jahr 1847 mit dem Revolutionsführer Rafael Carrera zur Republik. Der konservative Carrera war vom Viehhirten zum „Präsidenten auf Lebenszeit“ aufgestiegen. Nach seinem Tod im April 1865 wurde das Porträt des „Staatsgründers“ einige Zeit auf den Münzen weiterverwendet. Nach der Gründung der Lateinischen Münzunion zwischen Frankreich, Italien, Belgien und der Schweiz von 1865 tagte während der Weltausstellung von 1867 in Paris eine internationale Währungskonferenz, an der auch Vertreter bzw. Beobachter aus lateinamerikanischen Ländern teilnahmen. Guatemala stellte daraufhin seine Währung nach den Regeln der Union um.


Größte Goldmünzen waren 20 Pesos im Wert von 100 Francs und zehn Pesos im Wert von 50 Francs. Das Fünf-Pesos-Stück sollte nach den Vorschlägen der Währungskonferenz einer „Weltmünze“ im Wert von 25 Francs entsprechen. Im Zuge der „Liberalen Revolution“ von 1871 wurde das Vorhaben jedoch aufgegeben. Unter dem Porträt der 20-Pesos-Münze ist der Namenszug des Stempelscheiders Johann Baptist Frener erkennbar, eines Schweizer Bildhauers und Medailleurs, der seit 1854 an der Münzstätte von Guatemala City angestellt war. Auf ihn geht auch das heutige Staatswappen zurück. Der Sammler erwarb die Münze im März 2019 für 1.680 Euro auf einer Online-Auktion.

 

Objekttyp: 20 Pesos, 1869 Sammlung: Thomas Rauch

 
 

Land: Guatemala

Münzstätte: Guatemala City

Datierung: 1869

Vorderseite: Porträt des Präsidenten Raffael Carrera (1814-1865) mit Umschrift

Rückseite: Staatswappen mit Wertbezeichnung und Umschrift

Material: 900er Gold

Größe: 33 mm

Gewicht: 32,3 g

Katalog: Friedberg 38

 

Thomas Rauch

 

Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@muenzen-online.com.

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