• Helmut Kahnt

Ban


Erste rumänische 1-Ban-Münze aus dem Jahr 1867 noch mit der Schreibweise BANU. Bildquelle: Helmut Kahnt, Das große Münzlexikon, Regenstauf 2005, S. 38.

1. Kleine Währungseinheit in Rumänien, 100 Bani = 1 Leu.

Auf der ersten rumänischen Münze zu 1 Ban aus dem Jahr 1867 ist noch die Bezeichnung „Banu“ aufgeprägt. Ban war schon im 14./15. Jh. die kleinste Münze (Billon und Kupfer) in den Fürstentümern Moldau und Walachei.

1-Ban-Stück der Republik Moldawien von 1995. Bildquelle: Helmut Kahnt, Das große Münzlexikon, Regenstauf 2005, S. 38.

2. Kleine Währungseinheit der Republik Moldawien (Moldowa), 100 Bani = 1 Leu.

Japanischer Oban 1601 der Periode Keicho. Bildquelle: Helmut Kahnt, Das große Münzlexikon, Regenstauf 2005, S. 38.

3. Flach-ovale japanische Goldmünze, seit 1588 (Oban), mit sinkendem Gewicht und Feingehalt bis 1860 hergestellt. Bei der Einführung unter dem Großkanzler

Oyotomo Hideyoshi (1536/37–1598) hatte ein Oban ein Gewicht von 165 g, der Feingehalt lag bei 740⁄1000. Im Geldumlauf waren Oban so gut wie nicht vorhanden. Sie dienten vorwiegend der Schatzbildung und für Auszeichnungen.

Die Oban wurden in der Kinza, einer speziellen Münzstätte für Goldmünzen, angefertigt. Die Goldplatten wurden in eine ovale Form geschnitten, justiert, mit einem typischen Hammerschlagmuster versehen, mit Punzierungen über Wert, Epoche und Güte gestempelt und zuletzt vom Münzmeister mit Tusche signiert. Die Oban wurden in speziellen Hüllen aufbewahrt, damit sie vor Beschädigungen geschützt waren.

Im 17. Jh. wurde eine kleinere, ebenfalls ovale Goldmünze, der Koban zu 1 Rio (Ryo), eingeführt, der allerdings nicht mit Tusche signiert wurde. Der Oban galt 7 1⁄2 Koban. In der ersten Hälfte des 19. Jh. wurde ein Koban mit 4.000 Mon (Kupfermünze) bewertet.


aus „Das große Münzlexikon“