• Michael Kurt Sonntag

Geschichte des Talers auf 1 Kilogramm Silber


Technische Parameter: 300 Euro, Silber 999/1000, 1007 g (1 kg fein), 100 mm, Auflage: 1.000 in PP, Münzstätte: Real Casa de la Moneda, Madrid.

Die historische Entwicklung des Talers vom frühen 16. Jahrhundert bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert thematisiert eine spanische 1-kg-Feinsilbermünze von 2017 im Nominalwert von 300 Euro und einer Auflage von nur 1.000 Exemplaren auf besonders anschauliche Weise, bildet sie doch auf ihrer Vorder- und Rückseite insgesamt sieben verschiedene Talermünzen ab.

So sehen wir auf der Münzvorderseite einen Joachimstaler der Reichsfreiherren Schlick von 1525, eine mexikanische 8-Realesmünze (Peso) Philipps V. von 1732 und einen „Flowing Hair“-Silberdollar der USA von 1794. Alle diese Taler sind um ein zentrales Medaillon mit dem Porträt des spanischen Königs Felipe VI. angeordnet. Die Münzumschrift lautet: HISTORIA DEL DÓLAR / HISTORY OF THE DOLLAR [Geschichte des Talers].

Nun war der Joachimstaler aus dem böhmischen Joachimsthal zwar nicht der älteste Guldengroschen – dies war zweifellos der Guldiner des Tiroler Erzherzogs Sigismund, der schon ab 1486 geprägt wurde und dem Gegenwert eines Goldguldens in Silber entsprach –, doch letztlich derjenige, auf den die Bezeichnung Taler zurückgeht, da er in über 2 Mio. Exemplaren geprägt wurde, sich somit ein sehr weites Zirkulationsgebiet erobern konnte und schon bald der Einfachheit halber nur noch Taler genannt wurde. Eine Bezeichnung, die dann schließlich auch auf alle anderen Guldengroschen und talergroßen Münzen überging.

Die Rückseite der 300-Euro-Münze zeigt im Zentrum die Säulen des Herakles mit dem Wahlspruch Kaiser Karls V. „PLUS VLTRA“ [Darüber hinaus] und ringsherum vier Talermünzen – einen niederländischen Daalder von 1576, einen dänischen Rigsdaler von 1637, einen braunschweigisch-lüneburgischen Wilder-Mann-Taler von 1666 und einen Maria-Theresia-Taler von 1780 – und nennt die Legende ESPAÑA 2017 / 300 EURO.

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