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Update zu den Festnahmen nach dem Manchinger Museumsraub

Nach der Pressekonferenz des Bayerischen Landeskriminalamts am 20. Juli 2023 sind nun weitere Details zu den Festnahmen der vier Tatverdächtigen des Manchinger Museumsraubs bekannt. Demnach handelt es sich beim sichergestellten "Teil des Goldschatzes" nicht um die keltischen Goldmünzen, wie vorher angenommen, sondern um Goldklumpen, die höchstwahrscheinlich aus den Münzen zusammengeschmolzen wurden.


Die bei den Festnahmen sichergestellten Goldklumpen [Quelle: BLKA]


Am 22. November 2022 hatten unbekannte Täter mehrere Glasfaserkabel in einem Telekom-Verteilerhaus in Manching durchtrennt; dadurch konnte beim darauffolgenden Einbruch ins Kelten-Römer-Museum Manching und dem Raub des größten keltischen Goldfundes des 20. Jahrhunderts kein Alarm ausgelöst werden.


Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei blaue Brecheisen, eine Astschere, ein Seitenschneider und eine Funkantenne in der Nähe gefunden, die eine DNA-Spur lieferten. Diese DNA-Spur führte zu acht weiteren Spurtreffern in DNA-Datenbanken der Bundesrepublik sowie in den Nachbarländern: Es handelte sich um ähnliche Vorfälle seit 2014, bei denen im Vorfeld der Einbrüche Kabeln durchtrennt wurden, um den Alarm zu umgehen. Weitere Ermittlungen führten zu vier Tatverdächtigen: Drei Deutsche in Schwerin im Alter von 42, 46 und 50 Jahren sowie ein weiterer, 43-jähriger Deutscher in Berlin, die dann festgenommen wurden.


Bei der Durchsuchung von insgesamt 28 Wohnungen und anderen Objekten konnte die Einbruchs-Ausrüstung der vier Männer sichergestellt werden. Außerdem hatte der Berliner Tatverdächtige bei der Festnahme ein Plastiksackerl mit 18 Goldklumpen bei sich, die laut mikro-Röntgenfluoreszenzanalyse eine Zusammensetzung aus Gold, Silber und Kupfer aufwiesen – wie die vermissten Goldmünzen aus dem Manchinger Schatz. Somit ist davon auszugehen, dass es sich um zusammengeschmolzene Münzen aus dem keltischen Monzhort handelt.

In Zusammenarbeit mit der Archäologischen Staatssammlung läuft derzeit noch eine weitere Begutachtung.

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