Ungarn: Goldgulden von Matthias I. aus der Serie: Ungarische Goldgulden des Mittelalters
- Michael Kurt Sonntag

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Im Rahmen der Serie „Ungarische Goldgulden des Mittelalters“ emittierte Ungarn am 29. Juni 2026 eine 50000-Forint-Gold- und eine 5000-Forint-Messing-Münze auf den Goldgulden von König Matthias I. Corvinus (sein Beiname bedeutet der Rabe). Dieser wurde 1443 im siebenbürgischen Klausenburg (heute Cluj) geboren. Er wuchs in Böhmen als Geisel von Ladislaus V. Postumus auf, genoss aber eine humanistische Ausbildung unter Johannes Vitéz. Seit 1439 musste er sich mit dem ungarischen Gegenkönig, Kaiser Friedrich III., auseinadersetzen. Obwohl er bereits seit 1458 König von Ungarn war, wurde er erst 1464 in Stuhlweißenburg (ung. Székesfehérvár) gekrönt. Fünf Jahre danach wurde er in Olmütz auch zum König von Böhmen gewählt. 1478 errang er Mähren, Schlesien und die Lausitz und kämpfte gegen die Türken in Serbien und Bosnien (1479–1483). Infolge eines Krieges mit Friedrich III. (1477–1485) gewann er Niederösterreich mit Wien und große Teile der Steiermark. Von 1485–1490 hielt er Wien besetzt und nutzte es als seine Residenz. Unter Matthias, der selbst ein hochgebildeter Monarch war, stieg Ungarn zur politischen Großmacht auf und wurde ein Zentrum der Renaissancekultur und des Humanismus. An seinem prunkvollen Hof wirkten italienische Gelehrte und Künstler. In Pressburg gründete er die Universität und in Ofen (Budapest) die Corvina. In Visegrád errichtete er zudem ein Lustschloss und schuf mehrere Bauten in Buda. Nach seinem Tod 1490 zerfiel sein Großreich wieder. König Matthias aber überlebte als legendärer Held in zahlreichen ungarischen Sagen und Volksmärchen.
50000 Forint, Gold 986/1000, 3,491 g, 20 mm, Rand geriffelt, Auflage: 2.000 in PL,
50000 Forint, Gold 986/1000, 13,964 g, 20 mm, Rand geriffelt, Auflage: 500 in PL (Piedfort)
5000 Forint, Messing, 2,70 g, 20 mm, Rand geriffelt, Auflage: 5.000 in Stgl.,
Künstlerin: Fanni Király; Münzstätte: Budapest, Ungarn.
Auf der Vorderseite der motivgleichen Münzen sehen wir einen mittelalterlichen Goldgulden mit dem Bildnis des heiligen Königs Ladislaus mit Krone, Mantel, Reichsapfel und Streitaxt und lesen als Umschrift S · LADISLAVS · REX. Wir lesen zudem die Staatsbezeichnung des heutigen Ungarn, den jeweiligen Nominalwert und das Emissionsjahr. Die Rückseite zeigt die thronende Maria mit Christuskind und nennt die Umschrift I. MÁTYÁS ARANYFORINTJA (Goldgulden Matthias I.) 1458 / 1490 / MATHIAS REX (+Rabe mit Ring im Schnabel).
Michael Kurt Sonntag




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