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Rhenumis by Felzmann & Fischer: Vorbericht zur 16. Auktion

Die Sommer-Hauptauktion Rhenumis 16 am 10. und 11. Juni 2026 überzeugt mit dem expliziten Schwerpunkt bei Goldmünzen des Römischen und Byzantinischen Reichs. In diesem Sinne eröffnet die Auktion sogleich mit der Sondersammlung des Textilfabrikanten Fritz Backofen, der seinerseits ein begeisterter Sammler ebenjener Münzen war, die er in der gesamten Bandbreite von Aurei Caesars (100 v. Chr. - 44 v. Chr.) bis zu den Hyperpyra Andronikos‘ III. Palaiologos (1328-1341) sammelte, durchaus mit besonders seltenen Exemplaren und solchen von ereignisgeschichtlicher Relevanz wie etwa dem Solidus des Loses 106, der 608 während der Revolte des Herakleios gegen Phokas geprägt wurde (St, 5000,- Euro), aber auch Los 153, geprägt unter Michael III., gemeinsam mit Mutter Theodora und Schwester Thekla (vz, 6000,- Euro). Das Titelstück der Auktion stammt ebenfalls aus dieser außergewöhnlichen Sammlung: Los 147, ein Solidus aus der Zeit der Alleinherrschaft Kaiserin Irenes von 797-802 (vz, 3000,- Euro), durch deren bloßes Frau-Sein das Entstehen eines römisch-deutschen Kaisertums päpstlicherseits erst gerechtfertigt werden konnte.


Los 106

Los 153

Los 147


An den Sonderteil schließt sich der reguläre Katalogteil an, hier wieder mit der griechischen Antike beginnend und mit weiteren römischen und byzantinischen Stücken versehen, darunter diversen Stavrata Manuels II. Palaiologos (Lose 334-339), aber auch einem besonders seltenen Solidus Konstantins I. mit Los 305 zu NGC Ch AU Strike 5/5 und Surface 2/5 (25.000,- Euro).


Los 305


Im Weiteren sind spätmittelalterliche Goldgulden zu finden, etwa für Heinrich II. von Schwarzburg (1463-1496) mit Los 383 (vz-St, 1500,- Euro) sowie eine Auswahl deutscher Nominale – etwa ein Doppeltaler Leopolds I. (1658-1705) mit Los 557 (vz, 1000,- Euro), darunter auch 50 Pfennig 1925 D als Goldabschlag nach einem Stempel von Karl Goetz mit Los 443 (f. St, 1000,- Euro). Hier binden mit Los 446 auch 25 Gulden Danzig 1923 in Gold gut an (PP, 7000,- Euro). Erwähnt sei ebenso die nur zu 5 Exemplaren geprägte Probe in Gold zu 100 Leke Albanien 1986 mit Los 490 (PP, 10.000,- Euro), aber auch den gut ausgeprägten Scott-Rubel Elisabeths I. (1741-1762) mit Los 580 (vz-St, 1300,- Euro). Im Medaillenbereich ist die Auswahl enger, aber ebenso bemerkenswert; man beachte allein Los 701: Eine goldene Prämienmedaille für den 1. Ausstellerplatz der Bayerischen Landes-, Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung für den Münchner Hofphotographen K. Teufel, (vz-St, 10.000,- Euro), entsprechend verliehen „für sehr hervorragende photographische Leistungen“.


Los 383

Los 557

Los 443

Los 446

Los 490

Los 580

Los 701


Abschließend folgt wie immer der Banknotenbereich: Hier etwa Los 1004 und damit die seltenen 8 Groschen Colberg (II/XF, 350,- Euro); auch ein preußischer Tresorschein zu 1 Taler 1808 liegt mit Los 1013 (III/VF, 800,- Euro) vor sowie 1000 bulgarische Leva 1943 mit Los 1089 (I-II/aunc, 300,- Euro) und mit Los 1110 wiederum auch eine Note zu 1000 Gulden.


Alle Lose sind im Online-Katalog abrufbar, darüber hinaus stehen Print-Kataloge und E-Paper zur Verfügung. Gebote können im Online-Katalog, per E-Mail und telefonisch abgegeben werden. Für das LiveBidding während der Auktion ist eine einmalige Registrierung bis spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn erforderlich. Weitere Informationen sowie aktuelle Hinweise zur Auktion erhalten Sie unter www.rhenumis.de.

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