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Neue Studie der Bundesbank zum Stand des kontaktlosen und mobilen Bezahlens erschienen

Aktualisiert: Jan 16


Die Bundesbank hat heute in einer Pressemittelung über die Ergebnisse einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie zum Thema Zahlungsverhalten veröffentlicht, deren Ergebnis sehr eindeutig ist: kontaktloses Bezahlen entwickelt sich zur Normalität. Die Bundesbank gibt Studien zum Zahlungsverhalten der Deutschen seit 2008 in regelmäßigen Abständen in Auftrag. Für die aktuelle Umfrage wurden 3.122 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger von Interviewern vor Ort befragt. Anschließend führen die Befragten ein einwöchiges Tagebuch, in welchem sie ihr Zahlungsverhalten dokumentieren.


Bitte finden Sie im Folgenden eine sehr interessante Zusammenfassung und hier die original Pressenotiz.


„Laut einer aktuellen Befragung im Auftrag der Deutschen Bundesbank nutzen inzwischen 32 Prozent der Besitzer von kontaktlosen Debitkarten die Möglichkeit, quasi im Vorbeigehen zu bezahlen. Unter den Kreditkartennutzern sind es 39 Prozent.


„Damit ist das kontaktlose Bezahlen im Alltag angekommen“, sagte Burkhard Balz, das für den Zahlungsverkehr zuständige Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Die umfassende Verbreitung der benötigten Karten mit Kontaktlosfunktion steht noch aus. Der Befragung zufolge besitzen zwar 95 Prozent der Befragten eine Debitkarte wie die Girocard, von diesen Karten verfügten im Erhebungszeitraum allerdings lediglich 49 Prozent über eine Kontaktlosfunktion.


„Auch das Bezahlen per Smartphone ist an den Ladenkassen mittlerweile üblich“", so Balz weiter. Die mobilen Bezahllösungen der Sparkassen und genossenschaftlichen Institute sind hierbei am bekanntesten (47 Prozent der Befragten) und werden bereits von 11 Prozent der Befragten genutzt. Etwas häufiger wird nur Payback Pay genutzt (12 Prozent). Lösungen internationaler Internetkonzerne wie Google Pay und Apple Pay sind zwar fast gleichermaßen bekannt (45 Prozent beziehungsweise 41 Prozent), werden bislang allerdings weniger genutzt (5 Prozent beziehungsweise 4 Prozent).


Gleichzeitig bleibt das Girokonto das Rückgrat des Zahlungsverkehrs in Deutschland: 98 Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben Zugang zu einem Girokonto. Allerdings können sich schon 30 Prozent der jüngeren Befragten im Alter von 25 bis 34 Jahre vorstellen, ihr Konto statt bei einer Bank bei einem anderen Anbieter wie einem Internetkonzern zu führen.


Bei Bezahlverfahren im Internet zeigt sich hingegen wenig Bewegung. Für die Bezahlung im Internet nutzen die meisten Befragten die Banküberweisung beim Kauf auf Rechnung (69 Prozent) und die Bezahllösung des Anbieters PayPal (68 Prozent). Auf Platz drei der üblicherweise genutzten Onlinezahlverfahren folgt die Lastschrift (59 Prozent der Befragten).“