Münzen sind die Sammel-Leidenschaft Nr. 1 – vor allem bei jungen Deutschen
- World Money Fair
- vor 12 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Münzen sind das beliebteste Sammelobjekt der Deutschen. Am häufigsten sammeln ausgerechnet die 18- bis 29-Jährigen, die jedoch bevorzugt bargeldlos bezahlen. In der Gesamtbevölkerung bleibt Bargeld dagegen das meistgenutzte einzelne Zahlungsmittel.
Münzen sind Deutschlands meistgesammelte Objekte, die junge Generation sammelt Münzen häufiger als jede andere Altersgruppe und Bargeld bleibt trotz Digitalisierung das meistgenutzte Zahlungsmittel – zu diesen drei zentralen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der World Money Fair. Ergebnisse, die dem Bild der rein digitalen Generation widersprechen.

Jeder Fünfte sammelt Münzen, allen voran die junge Generation
21,8 Prozent der Befragten geben an, Münzen zu sammeln – noch vor Souvenirs, Briefmarken, Sammelkarten und Schmuck. Auffällig ist die Altersverteilung: Unter den 18- bis 29-Jährigen sammeln 35,1 Prozent Münzen, in der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen sind es 16,1 Prozent. Damit sammelt die jüngste Befragtengruppe mehr als doppelt so häufig wie die ältere.
Münzen sind mehr als ihr reiner Wert
Für viele Menschen sind Münzen und Geldscheine mehr als ihr reiner Nennwert. Das spiegelt sich in den Gründen wider, aus denen Menschen besondere Münzen und Geldscheine aufbewahren. 30,2 Prozent bewahren besondere Stücke als Erinnerung auf, 23,3 Prozent als Souvenir aus dem Urlaub, 17,1 Prozent ausdrücklich als Sammelobjekt. Daneben nutzen 21,2 Prozent Bargeld zum Sparen, 12,1 Prozent als Wertanlage.
„Die Zahlen decken sich mit dem, was wir auf der World Money Fair seit Jahren beobachten: Sammeln verbindet Generationen. So ist der Altersdurchschnitt von 2024 bis heute um 3,6 Jahre gesunken. Besonders an den Familientagen sehen wir, wie Großeltern und Eltern ihre Begeisterung weitergeben. Dass junge Menschen heute parallel digital bezahlen und Münzen sammeln, ist für uns kein Widerspruch, sondern Ausdruck eines bewussten Umgangs mit physischem Geld“, sagt Goetz-Ulf Jungmichel, Geschäftsführer der World Money Fair.




Bargeld bleibt – auch bei den Jüngeren
In Schubladen, Dosen und Sparschweinen sammeln sich oft nicht nur ein paar einzelne Münzen und Scheine an, sondern Hunderte: 26,3 Prozent der Deutschen bewahren 100 oder mehr Münzen zuhause auf. Besonders ausgeprägt ist das bei den Jüngeren: 70,1 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bewahren altes, ausländisches oder gesammeltes Bargeld zu Hause auf, jene Gruppe also, die im Alltag am häufigsten kontaktlos zahlt.
Insgesamt bleibt Bargeld das meistgenutzte einzelne Zahlungsmittel der Deutschen: 43,7 Prozent greifen am häufigsten dazu, für zwei Drittel ist es ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags – trotz wachsender digitaler Alternativen wie Smartphone, Girocard und Kreditkarte.




Kommentare