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Künker: Vorschau auf die Auktionen 433-436

Aktualisiert: 14. Okt.

Ein Fest für Freunde von antiken Münzen

Sieben umfassende Privatsammlungen von antiken Münzen werden in den kommenden November-Auktionen von Künker versteigert. Freuen Sie sich auf das volle Spektrum der Antike mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Provinzialprägung. Künker präsentiert die Sammlungen Willi Schleer, Christoph Buchhold, Dr. Kaya Sayar, Dr. Carl Friedrich Zschucke, Dr. W. R. sowie die Sammlungen eines norddeutschen Antikenfreundes und eines hessischen Pharmazeuten.


Ganz gleich, welches Gebiet der Antike Sie bevorzugen, ganz gleich, ob Sie viel oder wenig für Ihre Münzen ausgeben können bzw. wollen: Merken Sie sich den 10. bis 12. und den 17. bis 19. November 2025 vor, denn Künker hat eine Auktionswoche der Sonderklasse, bei der schon allein die Zahl der angebotenen Lose beeindruckend ist. 3.605 Nummern mit hochklassigen Einzelstücken, umfangreichen Lots und vielen historisch interessanten Prägungen zu günstigen Preisen werden in einer Saalauktion und drei eLive Premium Auctions den Besitzer wechseln. Freuen Sie sich auf feinste griechische Münzen mit weit zurückreichenden Pedigrees aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes, auf seltene Aurei aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten, auf liebevoll ausgewählte römische Raritäten, teils in spektakulären Erhaltungen aus der Sammlung Christoph Buchhold, auf hoch seltene Münzen der römischen Münzstätten in Köln und Trier aus der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke, auf Provinzialprägungen aus der Sammlung Willi Schleer, auf griechische Bronzeraritäten aus der Sammlung Dr. Kaya Sayar und last but not least auf Münzen der Soldatenkaiser aus der Sammlung Dr. W. R.


Auktion 433: Die Sammlung Willi Schleer

Wer sich für die Münzen des römischen Kleinasiens interessiert, kennt den Namen Willi Schleer. Er hat jungen Forschern immer wieder Einblick in seine Sammlung gewährt, so dass viele seiner Münzen publiziert wurden. Denn diesem Sammler ist es mit viel Freude an der Materie und viel Wissen darüber gelungen, nicht nur eine äußerst umfangreiche Sammlung von provinzialen Prägungen zusammenzubringen. Nein, oft ist auch das Stück in der Sammlung Willi Schleer das bei weitem am besten erhaltene.

Nun, wer mit der griechischen Ästhetik und der römischen Porträtkunst vertraut ist, mag beim ersten Blick auf die römischen Prägungen Kleinasiens die Nase rümpfen. Sie entsprechen nämlich nicht unseren Sehgewohnheiten. Dafür gibt es keine anderen Münzen der Antike, die uns derart unmittelbar einen Einblick in das politische, religiöse und kulturelle Leben der wohlhabenden Provinzbevölkerung gewähren.

Provinzialrömische Münzen zeigen Brücken, Tempel und Götterbilder. Sie beziehen sich auf regionale Feste und Kulte, die sie teils äußerst detailliert im Münzrund festhalten. Auf diesen Münzen wird der Kaiser zelebriert, vor allem wenn er die Provinz, ja vielleicht sogar die Stadt selbst einmal besuchte. Die Münzprägung Kleinasiens ist die beste Quelle, um die Inschriften der Städte zu verstehen und auf Grund aller vorliegenden Zeugnisse ein kleines Stück antiker Alltagsgeschichte zu rekonstruieren.

Genießen Sie die vielen Bilder aus der Vergangenheit des römischen Reichs und nehmen Sie sich die Zeit, sich in die Details der Rückseiten zu vertiefen. Die Sammlung Willi Schleer bietet dazu die besten Voraussetzungen, denn - wie gesagt - nur selten sind die provinzialen Prägungen in dieser Qualität vorhanden!


Nr. 6053: Pautalia (Thrakien). Caracalla, 198-217. AE. Rv. Tempelbezirk von Pautalia: In der Mitte Tempel des Asklepios, auf dem Berg darüber ein weiterer Tempel zwischen zwei kleineren Tempeln, r. Höhleneingang mit Kultbild, darunter die drei Chariten und ein weiterer kleiner Tempel. Sehr selten. Fast vorzüglich. Taxe: 1.000 Euro



Nr. 6067: Tieion (Bithynien). Antinoos. AE. Rv. Antinoos auf einem Schiff, zu seinen Füßen Cista Mystica. Äußerst selten. Sehr schön / Schön bis sehr schön. Taxe: 5.000 Euro



Nr. 6076: Pergamon (Mysien). Septimius Severus, 193-211. AE. Rv. Zwei Kentauren mit Fackeln tragen Asklepios. Sehr selten. Sehr schön. Taxe: 1.500 Euro



Nr. 6116: Laodikeia am Lykos (Phrygien). Caracalla, 198-217. AE. Rv. Kaiser zwischen zwei Stadtgottheiten n. l. stehend, über Dreifuß opfernd, davor Flötenspieler, Soldat mit Vexillum und Victimarius mit Bullen. Im Hintergrund Tempel. Drittes bekanntes Exemplar. Fast sehr schön. Taxe: 2.000 Euro



Nr. 6147: Aspendos (Pamphylien). Severus Alexander, 222-235. AE. Rv. Hera und Zeus einander gegenüber sitzend. Wohl Unikum. Fast vorzüglich. Taxe: 750 Euro



Auktion 433: Griechische Kostbarkeiten aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes

Wenn Sie mit der Ästhetik der provinzialen Prägungen nichts anfangen können, dann begeistern Sie sich sicher für die griechischen Münzen, wie sie in der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes zu finden sind.

Künker präsentiert in seiner Saalauktion ein weit gefächertes Angebot an griechischen Münzen, bei denen der Schwerpunkt auf der Ästhetik liegt. Ob Archaik oder Klassik, Auktion 433 offeriert die schönsten und bekanntesten Münztypen, vor allem aus Sizilien, zum großen Teil mit weit zurückreichenden Pedigrees. Der norddeutsche Antikenfreund achtete auf Erhaltung, machte aber Kompromisse, wenn er dafür eines der großen Kunstwerke der griechischen Antike in seine Sammlung legen konnte.

Künker Auktion 433 bietet Ihnen die Möglichkeit, eines der vielen heiß begehrten Highlights der griechischen Numismatik zu erwerben, entweder aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreunds oder aus anderem Besitz, denn die Sammlung wird ergänzt durch passende weitere Einlieferungen. Sie werden also alle ihre Favoriten sehen, wie die beiden Adler des Straton auf der Tetradrachme von Akragas, die Köpfe des jugendlichen Flussgottes von Katane, graviert von Herakleidas bzw. Euainetos. Sie finden den archaischen Dionysos aus Naxos, eine syrakusanische Tetradrachme des Demareteion-Meisters, etliche syrakusanische Tetradrachmen aus der Periode der signierenden Künstler, darunter die berühmte frontale Abbildung Athenas aus der Hand von Eukleidas.

Aber auch aus den anderen griechisch beeinflussten Mittelmeerregionen gibt es viel zu entdecken. Wer sich für griechische Kunst begeistert, wird in Künker Auktion 433 reichlich Nahrung für seine Begeisterung finden.



Nr. 6278: Akragas (Sizilien). Tetradrachme, 410-406, signiert von Straton. Aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes. Sehr selten. Sehr schön. Taxe: 25.000 Euro



Nr. 6285: Katane (Sizilien). Drachme, 405-402, signiert von Euainetos. Aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes. Sehr selten. Vorzüglich. Taxe: 7.500 Euro


Nr. 6301: Syrakus (Sizilien). Tetradrachme, 470-460, Werk des "Demareteion Masters". Aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes. Sehr selten. Gutes sehr schön. Taxe: 30.000 Euro



Nr. 6308: Syrakus (Sizilien). Tetradrachme, 415-405, signiert von Euth(...) und Phrygillos. Aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes. Sehr selten. Knapp vorzüglich. Taxe: 12.500 Euro



Nr. 6309: Syrakus (Sizilien). Tetradrachme, 415-405, signiert von Eukleidas. Aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes. Sehr selten. Av. fast sehr schön. Rv. sehr schön. Taxe: 10.000 Euro



Nr. 6412: Perikle (Lykien). Stater, 380-360, Phellos. Aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes. Vorzüglich. Taxe: 6.000 Euro



Auktion 433: Aurei aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten

Ziehen Sie die römische Porträtkunst dem griechischen Ideal vor? Dann warten Sie, bis die Sammlung eines hessischen Pharmazeuten versteigert wird. Ihr entstammen zahlreiche Aurei, von denen viele Sammler schon seit langem träumen.

Hegen Sie den Ehrgeiz, irgendwann die Porträts aller Kaiser und Kaiserinnen in Gold in Ihrer Sammlung zu haben? Dann ist jetzt die beste Gelegenheit zuzuschlagen, und zwar nicht nur - wie diese Auswahl hier andeuten mag - wenn Sie sich ausschließlich die beste Qualität gönnen wollen. Natürlich enthält die Künker Auktion 433 viele Stücke in "gutem vorzüglich". Aber auch wer "sehr schöne" Aurei sammelt, kommt auf seine Kosten.

Das Angebot deckt die klassische römische Periode ab, ist besonders reich hinsichtlich der Münzprägung der Tetrarchen, von Constantin und seinen Nachfolgern resp. der spätrömischen Epoche.



Nr. 6457: P. Clodius Turrinus. Aureus, 42 v. Chr. Selten. Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten. Sehr schön. Taxe: 7.500 Euro



Nr. 6761: Commodus. Aureus, 190. Selten. Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten. Fast vorzüglich. Taxe: 6.000 Euro



Nr. 6769: Pertinax. Aureus, 193. Sehr selten. Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten. Vorzüglich. Taxe: 25.000 Euro



Nr. 6809: Septimius Severus mit Caracalla und Iulia Domna. Aureus, 201. Sehr selten. Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten. Fast vorzüglich. Taxe: 20.000 Euro



Nr. 6873: Herennia Etruscilla. Aureus, 249-251. Selten. Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten. Fast Stempelglanz. Taxe: 15.000 Euro



Nr. 7007: Constantinus. Aureus, 315/6, Herakleia. Sehr selten. Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten. Vorzüglich. Taxe: 10.000 Euro



Nr. 7350: Romulus Augustus. Tremissis, 475-476, Mediolanum. Sehr selten. Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten. Sehr schön. Taxe: 15.000 Euro



Auktion 433: Ausgewählte römische Raritäten aus der Sammlung Christoph Buchhold

Wer Christoph Buchhold einmal gesehen hat, dürfte ihn kaum mehr vergessen haben. Er kämpfte bereits jung mit Lähmungserscheinungen des linken Arms und Beins, hatte ständig Schmerzen und ließ es sich doch nicht nehmen, an vielen Auktionen persönlich teilzunehmen. Immer freundlich, immer offen und zugewandt, saß er lange bei den Besichtigungen und wählte mit großem Sachverstand die Münzen, auf die er bieten wollte. Er bevorzugte alles, was ihm historisch interessant erschien. Dabei kaufte er mit einem erheblichen, aber durchaus beschränkten Budget die Stücke, die er sich leisten konnte. Manchmal war das die beste Erhaltung (vor allem bei Denaren), manchmal machte er für große Seltenheiten Abstriche.

Seine Sammlung, die nun nach seinem Tod im vergangenen Jahr wieder auf den Markt kommt, spricht davon, wie viel Freude die Numismatik und die Beschäftigung mit der antiken Geschichte einem Menschen schenken kann. Sie werden in der Sammlung Christoph Buchhold eine Fülle von herausragenden Raritäten finden, die jeden Kenner der römischen Numismatik begeistern müssen. Sein Neffe, der einen bewegenden Nachruf auf seinen Onkel verfasst hat, schließt darin eine Bitte ein: "Wenn Sie sich an Glanz und feinem Schnitt der römischen Porträts erfreuen, dann denken Sie bitte einen Augenblick an den kleinen Jungen, der nie Fahrrad fahren lernte, an den jungen Mann, der nie Vater wurde, und den alten Mann, der die Schmerzen seines Alters tapfer ertrug; der sich aber würdig in die lange Reihe jener Menschen einreiht, die diese Münzen für uns bewahrt haben."



Nr. 6486: Augustus. Gold-Quinar, 7/8 n. Chr., Lugdunum. Sehr selten. Aus der Sammlung Christoph Buchhold. Sehr schön. Taxe: 2.000 Euro



Nr. 6541: Nero. Aureus, 64/5. Selten. Aus der Sammlung Christoph Buchhold. Gutes vorzüglich. Taxe: 4.000 Euro


Nr. 6585: Vespasian. Dupondius, 74. Aus der Sammlung Christoph Buchhold. Vorzüglich. Taxe: 250 Euro



Nr. 6704: Antoninus Pius. Aureus, 148/9. Sehr selten in dieser Erhaltung. Aus der Sammlung Christoph Buchhold. Gutes vorzüglich. Taxe: 6.000 Euro



Nr. 6929: Carus. Doppelantoninian, Siscia, 282-283. Sehr selten. Aus der Sammlung Christoph Buchhold. Gutes sehr schön. Taxe: 3.000 Euro



Weitere Raritäten aus Auktion 433

Auktion 433 enthält natürlich noch weit mehr Münzen als die Stücke aus den drei genannten Sammlungen. Viele Lose stammen aus unterschiedlichem Besitz, darunter oft die besonders spektakulären Münzen. Wir stellen Ihnen an dieser Stelle einige davon vor.



Nr. 6337: Pantikapaion (Skythien). Stater, 340-325. Sehr selten. Aus Auktion Virgil Michael Brand. Gutes sehr schön. Taxe: 50.000 Euro



Nr. 6344: Thasos (Thrakien). Gold-Drachme, 404-355. Äußerst selten. Aus Auktion Bank Leu 45 (1989), Nr. 79. NGC Ch AU* 5/5, 4/5, Fine Style. Vorzüglich. Taxe: 60.000 Euro



Nr. 6503: Caligula. Sesterz 37/8. Grüne Patina. Vorzüglich. Taxe: 5.000 Euro



Nr. 6564: Vitellius. Aureus, 69. Sehr selten. Aus Liste Ratto vom April 1946. Vorzüglich. Taxe: 50.000 Euro

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Nr. 6808: Septimius Severus mit Caracalla und Iulia Domna. Aureus, 201. Sehr selten. Fast vorzüglich. Taxe: 60.000 Euro



Nr. 6899: Postumus. Aureus, 263, Köln oder Trier. Sehr selten. Aus Auktion Hamburger 96 (1932), Nr. 965. Vorzüglich. Taxe: 50.000 Euro



Nr. 7016: Crispus. Solidus, 319/20, Trier. Sehr selten. Aus Auktion der Sammlung Leo Biaggi de Blasys, Nr. 2058. Fast vorzüglich. Taxe: 50.000 Euro



Katalog 434: Kleinasiatische Münzen aus der Sammlung Dr. Kaya F. Sayar

Am 14. März 2024 wurde der erste Teil der Sammlung Sayar versteigert, der die südtürkischen Landschaften Lykien, Pamphylien und Kilikien enthielt. Nun folgt in eLive Premium Auction 434 Teil zwei der Sammlung mit allen übrigen Regionen. Mehr als 850 Lose vorwiegend aus dem östlichen Mittelmeerraum finden sich in dieser Auktion. Neben den zu erwartenden Prägungen aus Kleinasien, interessierte sich der Sammler aber für den gesamten griechischen Kulturbereich, so dass das Spektrum der Sammlung Sayar von Gallien bis Ägypten reicht. Der Schwerpunkt liegt auf den kleinasiatischen Städten. Wer gerne durch Kleinasien reist, wird viele bekannte Namen in dem Auktionskatalog finden.

Die Schätzungen beginnen ab 10 Euro. Zahlreiche interessante Bronzemünzen sind im niedrigen zweistelligen Bereich zu haben. Darüber hinaus wurden zahlreiche Stücke in sinnvollen Lots zusammengestellt.



Nr. 8095: Ptolemaios Keraunos (Makedonien). Stater nach Lysimachos-Typ, 281-279, Lysimacheia. Sehr selten. Aus Sammlung Kaya Sayar. Sehr schön bis vorzüglich. Taxe: 10.000 Euro



Nr. 8157: Herakleia Pontika (Bithynien). Satyros, 352-345. Didrachme. Sehr selten. Aus den Sammlungen Consul Eduard Friedrich Weber, Auktion Hirsch XXI (1908), Nr. 2334 und Kaya Sayar. Sehr schön. Taxe: 1.000 Euro


Nr. 8323: Ilion (Troas). Drachme, 350-340. Rv. Archaisches Kultbild der Athena Ilias. Sehr selten. Aus Sammlung Kaya Sayar. Sehr schön. Taxe: 400 Euro


Nr. 8504: Milet (Ionien). Drachme, 125-115. Rv. Homer n. l. sitzend Sehr selten. Aus Auktion Aufhäuser 12 (1996), 212 und Sammlung Kaya Sayar. Av. gutes sehr schön. Rv. sehr schön. Taxe: 750 Euro



Nr. 8834: Seleukos II. (Syrien). Tetradrachme, Teos(?). Äußerst selten. Möglicherweise Unikum. Aus Auktion Ars Classica XV (1930), Nr. 1065 und aus Sammlung Kaya Sayar. Fast vorzüglich. Taxe: 1.000 Euro



Katalog 435: Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke mit einem Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreichs und der Münzstätte Trier

Wer sich mit Münzen des Gallischen Sonderreichs oder der Münzstätte Trier beschäftigt hat, kennt den Namen Dr. Carl Friedrich Zschucke, denn viele sehr wichtige Werke über diese beiden Münzstätten stammen aus seiner Feder.

Wir erinnern uns: Bevor 2024 die Neuauflage des RIC zum Gallischen Sonderreich publiziert wurde, gab es als wichtigstes Referenzwerk nur den RIC aus dem Jahr 1933. Der berücksichtigte natürlich nicht die zahlreichen neuen Forschungsergebnisse und Neufunde. Dr. Carl Friedrich Zschucke, von Profession eigentlich Doktor der Medizin, interessierte sich als geborener Kölner gerade für diese Münzen. Er sammelte sie mit Begeisterung und merkte schnell, dass er wesentlich mehr über die Stücke wusste, als Münzhändler dem RIC entnahmen. Er konnte so große Raritäten für vernünftige Preise kaufen, bis er sich entschied, seine eigenen Forschungen zu publizieren. 1993 erschien "Die römische Münzstätte Köln", 1997 "Die Römische Münzstätte in Trier", ein Buch das drei Auflagen erlebte - für eine numismatische Publikation eine absolute Seltenheit. Und dies waren nur die ersten Publikationen.

Zschuckes Wissen über die Kölner und Trierer Numismatik der römischen Epoche spiegelt sich in seiner Sammlung, die am 18. November 2025 als eLive Premium Auction bei Künker versteigert wird. Der Kenner entdeckt eine Fülle von hoch seltenen Münzen, denen man nicht auf den ersten Blick ansieht, wie selten sie sind. Für Spezialsammler aus aller Welt ist diese Sammlung und ihr Katalog ein absolutes Muss.


Nr. 9261: Pacatianus, 248-249. Antoninian, Viminacium. Sehr selten. Aus Sammlung Zschucke. Schön. Taxe: 1.000 Euro



Nr. 9343: Saloninus, 260. Antoninian, Köln. Sehr selten. Aus Sammlung Zschucke. Av. gutes sehr schön. Rv. sehr schön. Taxe: 1.500 Euro



Nr. 9364: Postumus. Antoninian, Köln, 267. Sehr selten. Aus Sammlung Zschucke. Av. sehr schön. Rv. vorzüglich. Taxe: 1.500 Euro


Geprägt anlässlich der Eröffnung der Münzstätte in Köln. Die Reverslegende lässt sich auflösen zu Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Damit ist die Stadt erstmal namentlich auf einer Münze genannt.



Nr. 9374: Tetricus I., 271-274. Antoninian, Köln, 271. Äußerst selten, wohl Unikum. Aus Sammlung Zschucke. Sehr schön. Taxe: 1.000 Euro


Obwohl RIC2 überhaupt keine Prägungen in Köln verortet, kann kein Zweifel bestehen, dass diese Emission in Köln entstand, da die Sigle CA mit Colonia Agrippinensium aufgelöst werden muss.



Nr. 9435: Maximianus I., 285-305. Antoninian, Trier, 293/4. Äußerst selten. Aus Sammlung Zschucke. Sehr schön. Taxe: 500 Euro


Trierer Antoniniane mit Helmbüsten sind ausgesprochen selten. Diese Form der militärischen Repräsentation blieb den beiden Augusti Diocletian und Maximian vorbehalten.



Katalog 436: Die Sammlung Dr. W. R. von römischen Münzen zwischen 217 und 285 n. Chr.

Es ist mittlerweile der 10. Teil der Sammlung Dr. W. R., der bei Künker als eLive Premium Auction 436 angeboten wird. Diesmal werden die römischen Münzen von Macrinus bis Julian von Pannonien versteigert. Die Jahre 217 bis 285 werden von Fachleuten gerne auch die Periode der Soldatenkaiser genannt.

Numismatisch zeichnen sich diese Münzen durch ihre Vielfalt aus. Rom ist nicht mehr die einzige Prägestätte, im Gegenteil. Viele Usurpatoren aus exotischen Provinzen dominieren das Bild, und Dr. W. R. hat von den meisten von ihnen mindestens eine Münze. Sein Fokus auf die Numismatik ist umfassend: Er interessierte sich sowohl für die reichsrömische Prägung, als auch für die Münzen der Provinzen. Dabei achtete er stets auf die Erhaltung, so dass der Römerfreund in seinen Katalogen eine wahre Fundgrube an seltenen, gut erhaltenen und historisch interessanten Prägungen findet.

Gleich ob Sie Gold, Silber oder Bronze sammeln, in der Sammlung Dr. W. R. ist für jeden etwas vorhanden, wobei der Schwerpunkt eher auf der Bronze und dem Silber liegt.



Nr. 10103: Sestos (Thrakien), Alexander Severus. AE, 222-235. Rv. Leander schwimmt n. r. über den Hellespont, r. steht Hero mit Öllampe auf einem Turm. Sehr selten. Aus Auktion Sternberg XI (1981), Nr. 234 und Sammlung Dr. W. R. Av. gutes sehr schön. Rv. sehr schön. Taxe: 1.250 Euro


Nr. 10171: Gordianus I. Africanus. Denar, 238. Sehr selten. Aus Auktion NFA XXVII (1991), Nr. 162 und Sammlung Dr. W. R. Vorzüglich. Taxe: 2.000 Euro



Nr. 10227: Tranquillina. Antoninian, 238-244. Sehr selten. Aus Auktion Triton III (1999), Nr. 1148 und Sammlung Dr. W. R. Sehr schön bis vorzüglich. Taxe: 4.000 Euro



Nr. 10304: Pacatianus. Antoninian, Viminacium, 248-249. Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Aus Auktion MMAG 35 (1967), Nr. 111 und Sammlung Dr. W. R. Gutes sehr schön. Taxe: 4.000 Euro



Nr. 10308: Traianus Decius. Doppelsesterz, 249-251. Sehr selten. Aus Auktion Sternberg XXXII (1996), Nr. 713 und Sammlung Dr. W. R. Vorzüglich. Taxe: 3.500 Euro



Für Katalogbestellungen kontaktieren Sie Künker, Nobbenburger Straße 4a, 49076 Osnabrück; Tel: 0541 / 962020; Fax: 0541 / 9620222; oder über E-Mail: service@kuenker.de. Außerdem können Sie die Auktionskataloge online auf www.kuenker.de studieren. Wenn Sie live am heimischen Computer mitbieten wollen, denken Sie bitte daran, sich rechtzeitig für diesen Service anzumelden.

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