Künftige Königin von Belgien: Goldmünze zum 25. Geburtstag von Prinzessin Elisabeth
Am 25. Oktober 2026 feierte Kronprinzessin Elisabeth von Belgien, Herzogin von Brabant, ihren 25. Geburtstag. Zu diesem bedeutenden Meilenstein im Leben der künftigen Monarchin ehrt die Königliche Münze Belgien die Thronfolgerin mit einer exklusiven Gedenkmünze. Es ist das erste Mal, dass Elisabeths Bildnis auf einer offiziellen Goldmünze verewigt wird. Dieses besondere numismatische Kunstwerk spiegelt nicht nur den Stolz eines Landes wider, sondern markiert auch den Übergang einer jungen Frau in ihre Rolle als zukünftiges Staatsoberhaupt.

Die Vorder- und Rückseite der Gedenkmünze aus reinem Gold
Foto: Königliche Münzanstalt von Belgien
Die Jubiläumsmünze aus Feingold
Die Gedenkmünze, die pünktlich zum Geburtstag am 25. Oktober 2026 herausgegeben wurde, ist ein Meisterwerk moderner Prägekunst. Sie besteht aus 99,9 % reinstem Feingold und besitzt einen Nennwert von 12,50 Euro. Geprägt wurde das Sammlerstück in der höchsten numismatischen Prägequalität „Belle Épreuve“ beziehungsweise Polierte Platte. Mit einem Durchmesser von kompakten 14 Millimetern und einem Gewicht von 1,25 Gramm ist die Münze filigran gearbeitet. Die weltweite Auflage ist auf 2.500 Exemplare begrenzt, was sie zu einem begehrten Objekt für Sammler macht.
Das Design verbindet Tradition und Moderne auf raffinierte Weise. Auf der Vorderseite prangt das elegante Porträt von Prinzessin Elisabeth mit hochgestecktem Haar, einem schulterfreien Kleid und edlen Ohrringen. Flankiert wird ihr Antlitz von der Jubiläumszahl 25 und ihrem persönlichen königlichen Monogramm. Die Rückseite zeigt das offizielle Profil ihres Vaters, König Philippe. Es ist eine historische Besonderheit, da zum ersten Mal in der belgischen Geschichte der amtierende König und seine direkte Thronfolgerin gemeinsam auf ein und derselben Münze abgebildet sind. Umrahmt wird das königliche Konterfei vom Nennwert sowie dem Landesnamen in den drei offiziellen Landessprachen Belgiens, also auf Niederländisch, Französisch und Deutsch.

Eine neue Briefmarke zeigt ebenfalls ein Porträt der Prinzessin
Foto: Bpost
Kronprinzessin Elisabeth und ihr Weg zum Thron
Prinzessin Elisabeth wurde am 25. Oktober 2001 in Anderlecht als ältestes Kind des damaligen belgischen Kronprinzenpaares Philippe und Mathilde geboren. Seit dem Thronwechsel ihres Vaters im Juli 2013 trägt sie den traditionsreichen Titel der Herzogin von Brabant und steht an erster Stelle der belgischen Thronfolge. Durch die Abschaffung des rein männlichen Erbfolgeprinzips im Jahr 1991 ist Elisabeth dazu bestimmt, die allererste regierende Königin in der Geschichte Belgiens zu werden.
Trotz ihrer königlichen Pflichten hat die Prinzessin eine beeindruckende und moderne akademische Ausbildung absolviert. Ihr Abitur machte sie im Jahr 2020 am renommierten UWC Atlantic College in Wales. Direkt im Anschluss schloss sie 2021 eine fundierte Ausbildung in Sozial- und Militärwissenschaften an der Königlichen Militärakademie in Brüssel mit dem Offizierseid ab. Ihren Bachelor im interdisziplinären Studiengang für Geschichte und Politik erlangte sie im Juli 2024 am Lincoln College der Universität Oxford. Im Mai 2026 krönte sie ihre Ausbildung schließlich mit einem Masterabschluss in Public Policy an der weltberühmten Harvard Kennedy School in den USA.
Neben ihren akademischen Leistungen gilt Elisabeth als nahbare und sprachbegabte junge Frau. Sie spricht fließend Niederländisch, Französisch, Deutsch und Englisch. In ihrer Freizeit widmet sie sich dem Klavierspielen, geht Skifahren, Segeln und Rudern. Zu ihrem 25. Geburtstag richtete sie sich in einem persönlichen Video über die sozialen Medien des Palastes direkt an das Volk, in dem sie sich gerührt für die zahlreichen Glückwünsche bedankt.

Zum 18. Geburtstag kam ebenfalls eine Briefmarke heraus.
Foto: Bpost
Die Münzgestalter Iris Bruijns und Luc Luycx
Die Gestaltung einer solchen Gedenkmünze erfordert höchste gestalterische Präzision. Für dieses Jubiläumsprojekt zeichnen zwei bekannte Designer verantwortlich, die das belgische Münzwesen seit Jahren maßgeblich prägen.
Die kunstvolle Vorderseite mit dem Porträt der Kronprinzessin wurde von der belgischen Münzgestalterin Iris Bruijns entworfen. Bruijns hat sich in den vergangenen Jahren als feste kreative Größe für die königlichen Prägungen etabliert. Aus ihrer Hand stammen unter anderem die belgische 2-Euro-Gedenkmünze zum Erasmus-Programm aus dem Jahr 2022, die Silbermünze für das Team Belgium zu den Olympischen Spielen in Paris sowie verschiedene Sonderprägungen zur belgischen Bierkultur. Bruijns schafft es meisterhaft, das Profil der Prinzessin mit dem stilisierten Monogramm so zu arrangieren, dass es königliche Würde mit jugendlicher Modernität verbindet.
Das Porträt des Königs auf der Rückseite stammt wiederum von einer echten Legende der Numismatik, dem Designer Luc Luycx. Der 1958 geborene belgische Informatiker und Medailleur arbeitet seit 1985 für die Münzstätte und erlangte weltweiten Ruhm durch ein Design, das fast jeder Europäer täglich in den Händen hält. Er gewann 1996 den europaweiten Wettbewerb für die Gestaltung der gemeinsamen Vorderseite aller Euro-Münzen. Seine Initialen, das miteinander verbundene Doppel-L, sind auf Hunderten Millionen Euro-Münzen im Umlauf zu finden. Für die Elisabeth-Münze steuerte er das feine, zeitlose Konterfei von König Philippe bei.

Schon zu ihrem ersten Geburtstag war die Prinzessin abgebildet.
Foto: Bpost
Die Gedenkbriefmarke zum Geburtstag
Wer kein Exemplar der limitierten Goldmünze ergattern konnte, erhielt von der belgischen Post eine durchaus charmante Alternative angeboten. Neben der Münze gab die belgische Postververwaltung ein exklusives Sonderbriefmarkenblatt heraus. Das darauf abgebildete Schwarz-Weiß-Porträt der Prinzessin wurde vom Palast ausgewählt und vom bekannten Fotografen Bas Bogaerts aufgenommen. Die Grafikerin Myriam Voz veredelte das Design mit subtilen Goldakzenten, die den royalen Charakter unterstreichen. Ferner handelt es sich um die erste selbstklebende Sammler-Sonderbriefmarke, die einem Mitglied der belgischen Königsfamilie gewidmet ist. Bereits zum 18. Geburtstag Elisabeths konnten sich Philatelisten über ein Postwertzeichen mit der jungen Prinzessin freuen.
Andreas Raffeiner




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