Jetzt offiziell: Trump-Erbe auf US-Münze verewigt
Die US-Prägeanstalt U.S. Mint hat am 2. September 2026 offiziell mit der Ausgabe einer neuen Ein-Dollar-Münze begonnen, die das Porträt von Präsident Donald Trump zeigt. Das goldfarbene Sammlerstück wurde anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten emittiert. US-Finanzminister Scott Bessent, der das numismatische Großprojekt im Juli angekündigt hatte, erklärte, die Münze solle „das dauerhafte Erbe der Freiheit und ein bleibendes Symbol des Patriotismus“ ehren.

Kein Umlauf im alltäglichen Wechselgeld
Im Gegensatz zu gegenteiligen Behauptungen und Aufrufen auf Social-Media-Kanälen wie X (ehemals Twitter) gelangt der neue Trump-Dollar nicht in den allgemeinen Geldumlauf. Die Stücke sind zwar gesetzliches Zahlungsmittel, werden von der staatlichen Münze in Philadelphia aber explizit als reine Sammlerstücke ausgewiesen. Im alltäglichen Wechselgeld an der Ladenkasse wird man sie daher vergeblich suchen.
Symbolträchtiges Wappendesign und exklusive July-4th-Editionen
Die bildliche Ausgestaltung der Münze ist hochgradig symbolisch aufgeladen. Die Vorderseite zeigt das Gesicht des Präsidenten, flankiert von den Schriftzügen „LIBERTY“ (Freiheit), „IN GOD WE TRUST“ (Auf Gott vertrauen wir) sowie den Epochenjahren „1776 ~ 2026“. Auf der Rückseite prangt das Große Wappen der Vereinigten Staaten, bei dem der Weißkopfseeadler einen Olivenzweig und Pfeile hält. Ein zentraler Brustschild trägt die Jubiläumszahl „250“, während auf einem Banner der lateinische Wahlspruch „E PLURIBUS UNUM“ zu lesen ist. Das Design wurde von der U.S. Commission of Fine Arts genehmigt, deren Mitglieder allesamt von Trump selbst ernannt worden waren.
Einzeln können die Münzen nicht erworben werden. Die U.S. Mint vertreibt ausschließlich Rollen zu 25 Stück für 61 US-Dollar oder Beutel mit 100 Münzen für 154,50 US-Dollar. Ein besonderer Anreiz für Numismatiker: Exakt 250.000 Exemplare wurden direkt am amerikanischen Unabhängigkeitstag geprägt und besitzen eine spezielle „July 4th“-Markierung. Diese seltenen Sonderprägungen wurden nach dem Zufallsprinzip blind in den regulären Lieferungen versteckt. Um Spekulationen zu verhindern, gilt pro Haushalt zunächst ein striktes Limit von maximal zwei Bestellungen, welches allerdings inzwischen aufgehoben wurde.
Rechtliche Debatten um lebende Präsidentenporträts
Die Trump-Ausgabe sorgt in Washington D.C. für heftigen politischen Zündstoff. Eigentlich untersagt ein US-Bundesgesetz die Abbildung lebender Personen auf gültigen Zahlungsmitteln der Bundeswährung. Der Finanzminister machte jedoch von einer gesetzlichen Sonderkompetenz Gebrauch, die ihm das Genehmigungsrecht für geschichtspolitische Sonderprägungen einräumt.
Während Befürworter das Projekt verteidigen, sprechen Kritiker von einem staatlich inszenierten Personenkult. Es ist zudem nicht der einzige Versuch des Präsidenten, seinen Namen dauerhaft in den Institutionen der Hauptstadt zu verankern. Ähnliche Bestrebungen beim traditionsreichen Kennedy Center sowie beim staatlichen U.S. Institute for Peace führten im Vorfeld bereits zu intensiven Rechtsstreitigkeiten.
Andreas Raffeiner




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