DIE MARK BRANDENBURG mit Titelthema „Geld in Brandenburg“
- Dietmar Kreutzer

- 1. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Einmal im Quartal erscheint die Zeitschrift für die Mark und das Land Brandenburg. Auf der Website der Zeitschrift heißt es: Das Land Brandenburg – Gastgeber für Geschichte und Geschichten. Mit seinen Wäldern, Wiesen und über 3000 Seen, seinen Städten, Burgen und Schlössern ist Brandenburg eine durch die Jahrhunderte geprägte europäische Kulturlandschaft. Die wechselvolle Geschichte spiegelt sich in der lebendigen Region rund um die Metropole Berlin. Das Magazin DIE MARK Brandenburg beschreibt mit Themen aus Politik und Wirtschaft, Natur und Kultur die Vergangenheit und führt in die Gegenwart dieses Landes. In jeder Ausgabe hat das Geschichtsmagazin, das im Zeitschriftenhandel erhältlich ist, ein Titelthema. Zurückliegende Ausgaben beschäftigten sich beispielsweise mit Schlössern & Katen, dem Barnim und Romanzen in Brandenburg. Die aktuelle Ausgabe in diesem Frühjahr trägt den Titel Geld in Brandenburg. Leon Ebert und der Herausgeber Marcel Piethe laden im Editorial dazu ein, die Geschichte des Geldes in Brandenburg zu entdecken: Monetäre Gewinne können wir Ihnen dabei nicht in Aussicht stellen - sehr wohl aber Spannendes und Wissenswertes.

Die Mark Brandenburg, Heft 141, März 2026
ammian Verlag, Berlin
ISBN 978-3-948052-40-9
Preis: 6 Euro
Im ersten Beitrag gibt Klaus Priese, ein renommierter Berliner Münzhändler, einen Überblick zur Geschichte des Geldes in Brandenburg. Dabei geht es nicht nur um Münzen, sondern auch das Pepiergeld, das etwa während der napoleonischen Besatzung in der Gestalt von Tresorscheinen kursierte. Ein abgebildeter „Kammerherrentaler“ mit der abgekürzten Titelei K. V. PREUSS. von 1816 soll König Friedrich Wilhelm III. zu der Bemerkung veranklassthaben, er sei doch nicht der Kammerherr von Preuss. Der Historiker, Journalist und Buchautor Helmut Caspar empfiehlt einen Besuch des Pauliklosters in Brandenburg an der Havel, wo das Archäologische Landesmuseum mehrere in den zurückliegenden Jahrzehnten entdeckte Münzschätze zeigt. In einem weiteren Beitrag schlägt er mit dem Justizmord an Münzmeister Lippold ein dunkles Kapitel kurbrandenburgischer Münzgeschichte auf. Auf dem Weg zum Richtplatz traktierten Henkersknechte den schuldlosen Münzmeister mit glühenden Zangen: Nach der Hinrichtung wurde sein Körper zerhackt und der Kopf zur allgemeinen Abschreckung auf einen Pfahl gesteckt. Die Eingeweide wurden nebst einem Zauberbuch verbrannt. Das Spektakel wurde von zahllosen Schaulustigen beobachtet, denn öffentliche Hinrichtungen waren, wie wir aus Chroniken wissen, eine blutrünstige Volksbelustigung. Heute muss niemand mehr zum Marktplatz bemühen. Blutrünstige Kriminalfälle gibt es in Endlos-Schleife daheim auf dem Bildschirm!
Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der preußischen Münzreform von 1750, der ersten Sparkasse in Brandenburg, dem Notgeld der Kriegsjahre und der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg, der Fälschung von Banknoten im Konzentrationslager Oranienburg, dem Schicksal des VEB Münze der DDR, der Währungsunion in der DDR und Brandenburg sowie den Bankhäusern in Berlin Brandenburg. Eine ganz besondere Geschichte hat Lutz Farohn, der Vorsitzende der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin, zu bieten: Petrissa von der Sagengestalt zur historischen Persönlichkeit. Um die Fürstin aus dem 12. Jahrhundert ranken sich mehrre Sagen. Lange war aber nicht bekannt, ob die Geschichten auf Tatsachen beruhen. Und hier zeigt sich nun, was die Numismatik vermag: Mit dem sensationellen Münzschatz, der 1880 in Michendorf bei Potsdam zu Tage trat, entdeckte man viele bis dahin unbekannte brandenburgische Gepräge aus der Zeit vor 1165, darunter 320 Petrissa-Pfennige. (...) So wurde aus der vielfach belächelten Sagengestalt Petrissa durch einen unwiderlegbaren zeigenödssischen Beweis, ihr Porträt auf einer slawischen Münze, eine lebedige historische Persönlichkeit.
Dietmar Kreutzer




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