Aus öffentlichen Sammlungen: 16 Franken der Helvetischen Republik (1800)
- Dietmar Kreutzer

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Nach der Besetzung der Schweiz durch französische Truppen wurde 1798 die Helvetische Republik gegründet, die eine Währungseinheit auf dem Gebiet der alten Eidgenossenschaft verwirklichte. Währungseinheit war der Schweizer Franken zu zehn Batzen bzw. 100 Rappen. Unter den Goldmünzen galt die die frühere Duplone nun 16 Franken. Es gab auch Doppelstücke mit dem Prägejahr 1800 zu 32 Franken. Die abgebildete Münze gehört zu den Beständen des Münzkabinetts Winterthur, das über eine besonders umfangreiche Sammlung von Münzen aus der Schweiz verfügt. Ein vergleichbares Stück wurde im Jahr 2017 bei Künker auf der Auktion 293 für 2.900 Euro versteigert. Ein weiteres Stück erreichte in der darauf folgenden Auktion 294 einen Zuschlag von 3.400 Euro. Einige Jahre später wurde eine dieser Münzen in der Auktion 409 für 2.800 Euro zugeschlagen.

16 Franken (Helvetische Republik, 1800, 900er Gold, 7,6 Gramm, 23 mm)
Vorderseite: Stehender Krieger in alter Tracht mit Federhut, Schwert und Fahne sowie Staatsbezeichnung
Rückseite: Wertbezeichnung und Jahreszahl in Eichenkranz
Bildquelle: Münz- und Antikensammlung der Stadt Winterthur, museum-digital schweiz
16 Schweizer Franken (Kanton Graubünden, 1813, 900er Gold, 7,6 Gramm, 23 mm)
Vorderseite: Wappen der drei Bünde in Kleeblatt-Stellung zwischen Palm- und Lorbeerzweig
Rückseite: Wertbezeichnung und Jahreszahl, umgeben von zwei gebundenen Eichenzweigen
Bildquelle: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, museum-digital smb
Die Helvetische Republik hatte jedoch keinen Bestand. Napoleon ersetzte sie im Jahr 1803 durch die Eidgenossenschaft der Mediationsakte, die wieder ein Staatenbund von Kantonen war. Die Kanzone erhielten die Müpnzhoheit zurück, sollten aber das Wechselverhältnis des Schweizer Franken zum französischen Franken (1,5 : 1) beibehalten. Graubünden ist 1803 diesem Bund der Eidgenossen beigetreten. Die abgebildete, in der Münzstätte Bern geprägte Goldmünze zu 16 Schweizer Franken ist angeblich in einer Auflage von nur 100 Exemplaren aus Calandagold geprägt worden. Sie gehört zu den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin. Der Calanda mit 2.808 Meter über dem Meeresspiegel gehört zu einer Bergdruppe der Glarner Alpen. Nach dem Ende der französischen Besatzung endete die Zeit des weitgehend vereinheitlichten Münzwesens der Kantone.
Dietmar Kreutzer








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