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Aus privaten Sammlungen: 10 Mark der DDR in Gold zum 40. Jahrestag des Sieges über den Faschismus

In öffentlichen Sammlungen leider nirgends zu finden, werden die goldenen Zehn-Mark-Stücke der DDR aus dem Jahr 1985 von Zeit zu Zeit aus privaten Sammlungen heraus angeboten. Die sogenannten "Honeckergulden" erzielen dann regelmäßig Liebhaberpreise. Aktuell wird im Münzhandel ein Exemplar aus Gold für 23.500 Euro angeboten, ein anderes für 24.800 Euro.



10 Mark (DDR, 1985, Probe, 333er Gold, 15,1 Gramm, 31 mm, Auflage: 266 Exemplare)

Meister & Sonntag, 3. Auktion, Los 2888



In der Literatur heißt es über die Ausgabe: "Zum 40. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus und der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus, wie es im DDR-Deutsch hieß, prägte die DDR 1985 eine Gedenkmünze im Nennwert von zehn Mark aus Neusilber. Sie zeigt das sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow mit einem Rotarmisten und einem Kind auf dem Arm. Die Münze wurde von dem Grafiker Dietrich Dorfstecher und dem Bildhauer Gerhard Rommel gestaltet. Die Auflage aus Neusilber beträgt 780.600 in Stempelglanz und 5.000 in Polierte Platte. Auf Anordnung des Staatsrats-Vorsitzenden Erich Honecker wurden vom gleichen Motiv 266 Münzen in 333er Gold hergestellt. Die Münzen waren unter größter Geheimhaltung geprägt worden und sollten als Repräsentationsgeschenke an die Mitglieder des Staatsrates und an hohe ausländische Regierungsgäste vergeben werden." (Aus: 40 Jahre Deutsche Gedenkmünzen von Manfred Pfefferkorn, Ostfildern 1993, S. 151)



Pressebeitrag zu den "Honeckegergulden" aus der Nachwendezeit

Bildquelle: Tagesspiegel


In der 41. Auflage des Großen Deutschen Münzkataloges (Regenstauf 2025) werden abweichend von oben gemachten Angaben nunmehr 576.010 Neusilber-Exemplare in Stempelglanz ausgewiesen. Hinzu kommen 30.000 Exemplare in Export-Qualität und 5.000 Exemplare in Polierter Platte. Darüber hinaus werden die oben erwähnten 266 Exemplare in Gold aufgeführt, zudem einige Materialproben aus 500er Silber. Weiterhin gibt es Motivproben mit einem größeren Bild des Denkmals. Wie der oben stehende Pressebeitrag aus der Nachwendezeit zeigt, haben die Ausgaben in Gold inzwischen eine bemerkenswerte Geschichte. Das P auf den Münzen wurde vom Journalisten fritz allerdings nicht als "Probe" erkannt, sondern für ein Kürzel des Begriffes "Politbüro" gehalten.


Dietmar Kreutzer


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