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Kopf und Zahl. Geschichte des Geldes in Schlesien. Eine Ausstellung vom 05.05.2019 bis 23.02.2020 im


Im Folgenden einige Impressionen der neuen Ausstellung Kopf und Zahl im Schlesischen Museum zu Görlitz.

Das Schlesische Museum zu seiner Sonderausstellung: „Das Schlesische Museum wird erstmals umfassend seinen reichen Schatz an Münzen und Medaillen aus neun Jahrhunderten präsentieren und dabei politische, wirtschaftliche und kulturhistorische Aspekte des Geldes auffächern.

Der Eingangsbereich zur Sonderausstellung präsentiert zum einen einen im originalen Fundzustand belassenen ort, der im Jahr 2000 in Breslau geborgen wurde. Es handelt sich um ca. 100.000 polnische Denare des frühen 15. Jahrhundert; vielleicht gar um die Produkte einer Fälscherwerkstatt. Ebenso ist ein hier nicht abgebildeter 1912 in Oberschlesien (Sudice/Tschechien) entdeckter römischer Antoninians des Gegenkaisers Postumus (260-268) zusammen mit der wahrscheinlich ältesten Breslauer Münze, ein Denar der polnischen Piasten des 11. Jhd., gezeigt. Bildquelle: eigenes Bild.

Die Besucher sind eingeladen, ihren Blick für Details der vielzähligen kleinen Objekte zu schärfen, denn Münzbilder, Aufschriften und Nennwerte erzählen Geschichte: Sie zeigen die wechselvollen Herrschaftsverhältnisse und die Entwicklung des Münzgeldes in Schlesien. Die Ausstellung erläutert die rechtlichen und praktischen Grundlagen der Münzprägung und belegt mit Beispielen, wie die Minderung oder Steigerung des Geldwertes die wirtschaftliche Situation des Landes beeinflussten. Als eine weitere, sehr attraktive Facette der schlesischen Numismatik wird die Medaillenkunst präsentiert. Glanzvolles Kunsthandwerk führt vor Augen, dass Münzen und Medaillen gleichermaßen als kunstvolle Objekte geschätzt wurden.

Die Ausstellung wird bereichert durch Leihgaben privater Sammler sowie des Muzeum Narodowe (Nationalmuseum) und des Ossolineums in Breslau/Wrocław, des Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum) in Hirschberg/Jelenia Góra und der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur.

700 Objekte des Krausendorfer Münzfundes (Dębrznik), der 1961 gefunden wurde und insgesamt 6.360 Münzen umfasst. Bildquelle: Mit freundlicher Unterstützung Lars-Gunter Schier.

Erläuterungen zum Krausendorfer Münzfund. Bildquelle: eigenes Bild.

Attraktion der Ausstellung wird der große Münzfund von Krausendorf/Dębrznik sein. Er ist eine Leihgabe des Muzeum Tkactwa w Kamiennej Górze/Webereimuseum Landeshut. Der aus über 6000 Münzen des 15. und 16. Jahrhunderts bestehende Fund kann dank der Förderung durch den Kleinprojektefond von INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 zu einem bedeutenden Teil konserviert und präsentiert werden.“